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Bukarest: Gedenken an Opfer der Nachtclub-Brandkatastrophe


Rumänien

Bukarest: Gedenken an Opfer der Nachtclub-Brandkatastrophe

Tausende Menschen haben in der rumänischen Hauptstadt Bukarest der Opfer der Brandkatatstrophe in einem Nachtclub gedacht. Dabei waren vor einem Jahr 64 Menschen ums Leben gekommen. Über 100 weitere Besucher wurden teilweise schwer verletzt.

Nach dem durch schwere Sicherheitsmängel begünstigten Großfeuer im Club Colectiv kam es zu Massenprotesten und dem Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Victor Ponta im vergangenen November. Journalist Christian Matei war damals Augenzeuge im Nachtclub:

“Es gab noch mehr Volksvertreter und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die damals ihre Arbeit nicht erledigt haben, obwohl sie dafür bezahlt wurden. Darunter sind Vertreter lokaler Behörden und Inspektoren der staatlichen Bauaufsicht. Die müssen alle vor Gericht gestellt werden.”

Der rumänische Präsident Klaus Johannis legte einen Kranz an einer Gedenkstätte nieder. Danach kündigte er Konsequenzen für Politiker an, die damals ihre Pflichten nicht erfüllt hätten: “Die Politiker, die die Botschaft der Menschen nicht verstanden haben, werden langsam aber sicher weggefegt werden, aus dem Rampenlicht verschwinden. Rumänien ist nicht mehr das Land von vor einem Jahr.”

Im Club Colectiv war durch den Einsatz nicht genehmigter Pyrotechnik am Rande eines Konzerts Feuer ausgebrochen. Der Brand und Rauchschwaden breiteten sich rasend schnell im Inneren aus. Weil nur einer von zwei Notausgängen funktionierte, brach eine Massenpanik aus.

Die Baumängel waren bei mehrfachen Kontrollen vor dem verheerenden Brand von Behördenvertretern nicht beanstandet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung.

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