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Rebellion in der Elfenbeinküste: Soldaten erzielen offenbar Einigung


Elfenbeinküste

Rebellion in der Elfenbeinküste: Soldaten erzielen offenbar Einigung

Die Regierung der Elfenbeinküste hat sich offenbar mit Vertretern aufständischer Soldaten geeinigt. Nach Angaben der Rebellen konnten sich beide Seiten auf Bonuszahlungen verständigen. Ein Streit darüber hatte zuletzt die Verhandlungen erschwert. Die Regierung bestätigte den Verhandlungserfolg zunächst nicht.

Aufgebrachte Soldaten hatten Tage zuvor die Kontrolle über die Stadt Bouaké im Zentrum des Landes übernommen und Forderungen an die Regierung gestellt. Dabei ging es vor allem um die Entlohnung der Soldaten und um die Möglichkeiten des Aufstiegs innerhalb des Militärs. Zwischenzeitlich hatten Soldaten den Verteidigungsminister des Landes als Geisel genommen, dann aber wieder freigelassen. Die Vereinten Nationen hatten zu Beginn des Aufstandes Blauhelmsoldaten nach Bouaké geschickt, um die Lage zu entschärfen.

Die Stadt Bouaké war bereits im Jahr 2002 das Zentrum einer Rebellion. Damals übernahmen die Aufständischen die Kontrolle über den Nordteil des westafrikanischen Staates, der der größte Kakao-Produzent der Welt ist. Nach dem Ende des Bürgerkrieges wurde das Land 2011 wiedervereinigt. Die Armee setzt sich seitdem aus den früheren Regierungstruppen und ehemaligen Rebellenkämpfern zusammen und ist zerstritten. Bereits 2014 setzten die Soldaten mit einem ähnlichen Aufstand Nachzahlungen durch.