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Busunglück in Italien: Identifizierung der Opfer und Überlebenden bleibt schwierig


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Busunglück in Italien: Identifizierung der Opfer und Überlebenden bleibt schwierig

Nach dem schweren Busunglück mit 16 Toten in Italien sind zahlreiche Familien und Angehörige der betroffenen Schüler und Mitreisenden aus Ungarn beim Unglücksort in Verona eingetroffen. Sie werden vor Ort auch vom ungarischen Konsulat unterstützt und betreut.

Manche konnten ihre Kinder in die Arme schließen: “Er ist ok”, sagt ein Vater über seinen Sohn, “er hat nur leichte Verletzungen, aber seelisch sieht es anders aus. Es war sehr schwer.” Ein andere Vater berichtet: “Unser Sohn hat uns sofort nach dem Unfall angerufen. Er stand unter Schock. Wir haben uns sofort ins Auto gesetzt und sind nach Italien gefahren.”

Besonders tragisch ist der Fall eines mitreisenden Sportlehrers und seiner Frau: Gyorgy Vigh rettete zahlreiche Schüler aus dem brennenden Bus, verlor bei dem Unglück aber seine beiden eigenen Kinder. Der Mutter gelang es nicht, die Tochter aus dem Bus zu ziehen und der Sohn war nicht unter den zum Teil schwer verletzten Überlebenden.

Die Identifizierung der Toten und auch der Überlebenden ist unterdessen noch nicht abgeschlossen: “Zwei Personen sind in sehr kritischem Zustand und wir haben einige Schwierigkeiten, sie zu identifizieren. Dies ist eine sehr delikate Situation und wir sollten warten, bis mehr Gewissheit besteht, bevor wir mehr sagen”, so ein Polizeibeamter.

Die jugendlichen Schüler einer Budapester Schule und ihre Begleiter waren Anfang des Wochenendes auf dem Rückweg von einem Schiurlaub. Auf der Autobahn bei Verona in Italien rammte ihr Reisebus einen Brückenpfeiler und ging in Flammen auf. Als mögliche Ursachen gelten ein technischer Defekt oder auch ein Sekundenschlaf des Fahrers.