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Sammelt Spinnen, rettet Leben: Australischer Zoo braucht Gegengift

Die Bisse einer Sydney-Trichternetzspinne (Atrax robustus) können tödlich sein. Deswegen hat der Australian Reptile Park die Öffentlichkeit gebeten, die Spinnenart zu fangen und zum „Melken“ in dem Zoo abzugeben.

Das ist die einzige Möglichkeit, ein Gegengift herzustellen, sollte einen die Spinne im Schlaf mit einem Biss überraschen. Eine lange Hitzewelle im Land hatte erst kürzlich dafür gesorgt, dass es mehr Spinnenbisse gab. Aus diesem Grund sind auch die Vorräte des Gegengifts auf ein Minimum geschrumpft.

Tim Faulkner, Manager im Australian Reptile Park erklärt:
„Wir streichen über die Spinne, ganz leicht, wir reizen sie etwas. Was dann passiert: Das Gift sammelt sich am Ende ihrer Fangzähne in kleinen Tropfen. Wir müssen aufpassen, dass wir den wetrtvollen Tropfen nicht verlieren. Dazu nehmen wir eine kleine Glaspipette und saugen ihn ein.“

Der Australian Reptile Park ist die einzige Einrichtung, die das Gegengift für den Biss einer Sydney-Trichternetzspinne sammelt und es zur Produktion eines wirksamen Gegengiftes an die Pharmaindustrie weiterleitet.

Auch wenn immer wieder von Australiens gefährlichen Spinnen berichtet wird, ist seit mehr als 35 Jahren niemand mehr an den Folgen eines Bisses der Sydney-Trichternetzspinne umgekommen.

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