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Erdogan heizt Streit mit Deutschland weiter an


Türkei

Erdogan heizt Streit mit Deutschland weiter an

Knapp einen Monat vor dem entscheidenden Referendum zum Präsidialsystem in der Türkei gibt es keine Entspannung in den türkisch-europäischen Beziehungen. Ein Sprecher des Präsidenten Tayyip Erdogan warf Deutschland nun Unterstützung der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor.

Am Samstag waren in Frankfurt mehrere Zehntausend Kurden unter dem dem Motto Nein zur Diktatur – Ja zu Demokratie und Freiheit auf die Straße gegangen. Den Anlass, das kurdische Neujahrsfest Newroz, bezeichnete die türkische Regierung als “Vorwand” für PKK-Propaganda.

Auf der Kundgebung waren viele Fahnen mit dem Konterfei des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan zu sehen. Sie sind in Deutschland seit gut zwei Wochen verboten. Die Polizei forderte die Anwesenden auf, die Fahnen einzupacken und macht Videoaufnahmen zur Beweissicherung, verzichtete aber auf eine gewaltsame Durchsetzung.

Der Sprecher Erdogans kritisierte auch den BND-Präsidenten Bruno Kahl, der in einem Interview angezweifelt hatte, dass die Gülen-Bewegung hinter dem Putschversuch im vergangenen Jahr stand. Die vorgelegten Beweise seien nicht überzeugend, zudem habe der Putschversuch der türkischen Regierung eine willkommene Gelegenheit für Säuberungsaktionen geliefert, so Kahl. Der Sprecher Erdogans bezeichnete die Aussagen als weiteren Hinweis dafür, dass Deutschland die Gülen-Bewegung beschütze.

Unterdessen forderte Erdogan Auslandstürken bei einer Kundgebung am Freitag dazu auf, sich nicht wie Fremde zu fühlen: “Ich rufe allen meine Bürger, alle meine Geschwister, die in Europa leben auf: Die Orte, an denen ihr arbeitet und wohnt, sind euer neues Zuhause, eure Heimat. Haltet sie fest. Baut Geschäfte auf. Schickt eure Kinder auf bessere Schulen. Fahrt die besten Autos. Lebt in den besten Häusern. Habt nicht drei, sondern fünf Kinder.”

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