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1.500 Euro für die "175er": späte Gerechtigkeit für Homosexuelle

Es ist nicht lange her, dass Homosexuelle in Deutschland verurteilt werden konnten, nur dafür, dass sie Männer lieben.

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1.500 Euro für die "175er": späte Gerechtigkeit für Homosexuelle

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Es ist nicht lange her, dass Homosexuelle in Deutschland verurteilt werden konnten, nur dafür, dass sie Männer lieben. Ein Mann, der sich Heinz Schmitz nennt, um nicht erkannt zu werden, hat das noch erlebt und ist bereit, darüber zu sprechen. Er ist einer von jenen, die das noch erlebt haben, einer der “175er”, wie die wegen des Paragrafen 175 Verurteilten genannt wurden. Anfang der 60er-Jahre, er war gerademal 17, stand auf einmal die Polizei vor seiner Tür: “Dann ging sofort das volle Programm los, Fotografieren, Fingerabdrücke, alles, wie ein Verbrecher bist du behandelt worden. Und natürlich Verachtung, Unfreundlichkeit, so quasi: Diese Sau.”

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"Für Gerechtigkeit ist es nie zu spät"

Heiko Maas Justizminister, Deutschland

Das Gesetz ist seit 1994 endgültig abgeschafft. Aber entschädigt wurden die rund 64.000 Männer bisher nicht, gegen die ein Strafverfahren wegen verbotener homosexueller Kontakte lief.

Jetzt hat die deutsche Regierung einen Gesetzesentwurf beschlossen, nach dem die Urteile rückwirkend aufgehoben werden sollen. Jeder Betroffene soll 3.000 Euro bekommen, dazu 1.500 Euro für jedes Jahr im Gefängnis.

Bundesjustizminister Heiko Maas sagte, man könne das Unrecht zwar nicht ungeschehen machen. Aber die Regierung wolle ein Zeichen setzten, dass der Rechtsstaat in der Lage sei, seine Fehler korrigieren.