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Akihito will nicht mehr

Parlament ebnet Weg für japanischen Kaiser Akihito, bald abzudanken.

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Akihito will nicht mehr

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Seit 200 Jahren hat es das in Japan nicht gegeben: Ein Kaiser dankt ab. Das japanische Unterhaus ist dem Wunsch des Monarchen nachgekommen und hat ein Gesetz abgesegnet, dass eine Abdankung ermöglicht.
Das Oberhaus muss noch zustimmen, bevor das Gesetz voraussichtlich am 9. Juni in Kraft tritt.

Eigentlich war Akihito nach momentaner Rechtslage Kaiser auf Lebenszeit. Regierungssprecher Yoshihide Suga stellte klar, dass dies keinen Präzedenzfall kreiere.

Akihito ist über 80 und krank und hatte schon seit längerem den Wunsch geäußert, das Parlament solle ihn abdanken zu lassen.

Sein ältester Sohn Kronprinz Naruhito wird ihm auf dem Chrysanthementhron folgen.

Laut Medienberichten könnte Akihitos an seinem 85. Geburtstag im Dezember nächsten Jahres abdanken.

Akihito hatte im vergangenen August in einer seltenen Video-Botschaft deutlich zu erkennen gegeben, angesichts seiner nachlassenden Kräfte irgendwann abdanken zu wollen. Die rechtskonservative Regierung von
Ministerpräsident Shinzo Abe berief darauf ein Gremium aus Fachleuten, das sich seither mit der Frage der Modalitäten für eine Abdankung befasste. könnten. Eine Debatte über die Einführung der weiblichen Erbfolge lehnen Abe und die Mehrheit seiner konservativen Wähler ab.

Doch damit bleibt die Frage, wie eine stabile Thronfolge in der Zukunft gesichert werden kann – eine Herausforderung für die älteste Erbmonarchie der Welt. Denn die Zahl der Familienmitglieder nimmt ab.

Kürzlich hatte der Hof mitgeteilt, dass das erste Enkelkind des Kaisers, Prinzessin Mako, sich bald verloben werde. Weibliche Mitglieder der Monarchenfamilie verlieren ihren Status als Angehörige des Hofes, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten. Makos jüngster Bruder, der zehn Jahre alte Prinz Hisahito, ist dabei das einzige männliche Mitglied der jüngsten Generation der kaiserlichen Familie.

In einer dem Abdankungsgesetz hinzugefügten Resolution wird die Regierung aufgerufen, zumindest eine Debatte zu führen, Prinzessinnen auch nach Heirat den Verbleib in der Kaiserfamilie zu ermöglichen.

Der im Volk äußerst beliebte Akihito, dessen Regentschaft den Namen Heisei (“Frieden schaffen”) trägt, ist der erste Tenno, der sein Amt nicht mehr als Gott antrat. Laut der Nachkriegsverfassung muss sich Akihito, der am 12. November 1990 offiziell zum 125. Tenno ausgerufen worden war, auf die Rolle als Symbol der Einheit der Nation beschränken. Regierungsbefugnisse sind dem Kaiser alle genommen.