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Auslandsfranzosen wählen Macron-Kandidaten

Bei der anstehenden Parlamentswahl in Frankreich liegen die Macron-Kandidaten bei den Auslandsfranzosen klar vorn.

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Auslandsfranzosen wählen Macron-Kandidaten

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In wenigen Tagen stehen in Frankreich Parlamentswahlen an.

Während die Franzosen zu Hause erst am 11. Juni – und dann noch mal bei der Stichwahl am 18. Juni – abstimmen können, waren die im Ausland lebenden Franzosen bereits am vergangenen Wochenende aufgerufen, zu wählen.

Dabei zeigt sich: Die Kandidaten der Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron liegen bei den Auslandsfranzosen vorn.

Elf der 577 Abgeordneten werden in den Auslandswahlkreisen gewählt. Und im ersten Wahlgang lagen in 10 dieser 11 Wahlkreise Kandidaten von Macrons La République en Marche (LRM) und der verbündeten MoDem-Partei den ersten Platz.

Das teilte das Pariser Außenministerium mit.

Sowohl im Wahlkreis, in dem Deutschland und Österreich liegen als auch im Schweizer Wahlbezirk holten die Macron-Kandidaten mit deutlichem Vorsprung die meisten Stimmen.

Im Wahlkreis Zentraleuropa und Balkan, zu dem Deutschland gehört, erhielt der Macron-Kandidat Frédéric Petit (LRM) 54 Prozent der Stimmen. Er trifft in der zweiten Runde auf den Sozialisten Pierre-Yves Le Borgn’.


Im Wahlkreis Schweiz und Liechtenstein holte Joachim Son-Forget (LRM) den ersten Platz vor Amtsinhaberin Claudine Schmid von den Republikanern (LR).

In den Auslandswahlkreisen werden elf der 577 Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Die Entscheidung fällt in Stichwahlen am 17. oder 18. Juni.

Für den neuen Präsidenten Macron geht es bei der Wahl um eine Mehrheit für seine Reformagenda.

Die Ergebnisse der Auslandsfranzosen sind in der Regel nicht repräsentativ, bei der Präsidentenwahl hatte Macron bei ihnen viel besser abgeschnitten als insgesamt.

Obwohl mehrere Macron-Kandidaten im Ausland sogar auf mehr als 50 Prozent kamen, ist noch keiner von ihnen gewählt: Weil die Wahlbeteiligung sehr niedrig lag, erreichte keiner das nötige Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten.

Daher sind Stichwahlen gegen den jeweiligen Zweitplatzierten erforderlich.

Das System der Auslandswahlkreise wird seit 2012 angewandt.