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Kurden-Referendum: Ankara warnt vor Bedrohung "nationaler Sicherheit"

Der türkische Regierungschef Binali Yildirim drohte mit "umgehender Antwort" auf eventuelle Bedrohungslage durch Kurdenreferendum am kommenden Montag: "Jeder sollte das wissen".

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Kurden-Referendum: Ankara warnt vor Bedrohung "nationaler Sicherheit"

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Eine Woche vor dem geplanten Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak hat die Türkei mit einem unangekündigten Militärmanöver an der Grenze zum Nachbarland begonnen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf das Militär, die Übung stehe in Verbindung mit Anti-Terror-Operationen in der Region. Laut der Agentur Dogan sind an dem Manöver am Grenzübergang Habur rund 100 Fahrzeuge beteiligt, die meisten von ihnen Panzer. Aber auch Fahrzeuge mit Haubitzen und Masrchflugkörpern wurden beobachtet.

Der türkische Regierungschef Binali Yildirim betrachtet die Abstimmung am kommenden Montag als Angelegenheit der nationalen Sicherheit, die Träumen in Syrien und Irak hinterherjagen, diejenigen, die versuchen, künstliche Staaten in der Region zu etablieren, denen sollte bewusst sein, das jeder Versuch, unsere nationale Sicherheit diesseits oder jenseits unserer Grenzen zu bedrohen, umgehend beantwortet wird. Jeder sollte das wissen.”

Die irakische Regierung lehnt das Referendum der kurdischen Autonomieregierung ab, weil sie einen Zerfall des Landes befürchtet. Bagdad schloss ein militärisches Eingreifen nicht aus. Man werde die Schaffung eines “zweiten Israel im Nordirak” nicht dulden, hieß es. Auch die Türkei, der Iran, die USA und andere westliche Staaten haben auf eine Absage des Referendums gedrungen.