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Puerto Ricaner werfen USA Versagen vor

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Puerto Ricaner werfen USA Versagen vor

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Nach dem Durchzug des Hurrikans Maria wächst auf Puerto Rico die Wut über das Krisenmanagement der USA. Die Unterstützung aus Washington sei unzureichend, wird kritisiert. Am 10. Tag in Folge sind viele der rund 3 Millionen Menschen im US-Außengebiet weiter abgeschnitten von Strom, Trinkwaser, Lebensmitteln und Medikamenten. Die Inselregierung forderte ein Hilfspaket.

Präsident Donald Trump hingegen nennt den Einsatz einen Erfolg: Der Verlust von Leben sei tragisch, räumte Trump ein. Allerdings sei unglaublich, wie erfolgreich die USA gehandelt haben – relativ gesehen.

Mitarbeiter der US-Katastrophenfallbehörde helfen bei der Wiederinstandsetzung der Krankenhäuser. Von den knapp 70 Einrichtungen der Insel ist bisher nur eins voll einsatzbereit. Die Schäden, die Maria auf Puerto Rico verursachte, werden insgesamt auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Die Bürgermeisterin von San Juan Carmen Yulin Cruz kritisierte, “wir sterben hier und können nicht verstehen, dass die größte Nation der Welt es nicht schafft, die Logistik für eine kleine 160 mal 56 Kilometer große Insel zu organisiseren.”

Als assoziierter Freistaat gehört das verarmte Puerto Rico nicht zu den Vereinigten Staaten. Zwar sind die Bewohner US-Bürger, sie dürfen aber nicht wählen. Puerto Rico will der 51. Staat der USA werden, doch dafär müsste der US-Kongres grünes Licht geben.