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"Keine Hinweise auf Spionage in Deutschland"

Die Bundesanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen den US-Geheimdienst NSA wegen systematischer Datensammlungen in Deutschland ein.

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"Keine Hinweise auf Spionage in Deutschland"

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Es war ein Skandal, der 2013 in Deutschland für einen Aufschrei sorgte: Laut Spiegel-Informationen überwachten britische und amerikanische Geheimdienste deutsche Telefon- und Internetverbindungen und sammelten massenhaft Daten.

Selbst das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel würde abgehört. “Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht,” beschwerte sie sich damals.


Heute, vier Jahre später, hat die Bundesanwaltschaft die Untersuchungen endgültig abgeschlossen. Es gebe keine Hinweise auf Spionage des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland.

Weder die Presse-Informationen noch die Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden lieferten ausreichende Beweise, so die Begründung. Snowden arbeitete früher für die NSA und sorgte mit Enthüllungen über deren Spionage-Programme für Aufsehen.


Auch im Zuge des Handy-Skandals hatte die Generalbundesanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das aber aus Mangel an Beweisen bereits 2015 eingestellt wurde.