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Sizilien: Regionalwahl als Probelauf für ganz Italien

Der sozialdemokratische Gouverneur der Autonomen Region kandidiert nicht für eine zweite Amtszeit. Seiner Partei Partito Democratico droht ein Absturz.

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In der italienischen Region Sizilien sind rund 4,6 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament und einen neuen Regionalpräsidenten zu wählen. Auch Staatspräsident Sergio Matarella gab seine Stimme ab. Das Votum gilt als wichtiger Test für die nationale Parlamentswahl, die spätestens im kommenden Mai abgehalten wird.

Um das Amt des Regionalpräsidenten bewerben sich fünf Kandidaten. Der amtierende Gouverneur Rosario Crocetta von der sozialdemokratischen Regierungspartei Partito Democratico tritt nicht noch mal an.

Umfragen zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Mitte-Rechts-Lager und der Fünf-Sterne-Protestpartei ab. Ergebnisse werden im Laufe des Montags erwartet. Weil das Innenministeriunm in Rom Manipulationen befürchtet, werden die Stimmen erst ab Montagmorgen ausgezählt.

Sizilien gehört zu den ärmsten Regionen Italiens und hat mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen: Neben der hohen Jugendarbeitslosigkeit machen die schlechte Infrastruktur, Probleme bei der Müllentsorgung und der Einfluss der Mafia der Region zu schaffen. Viele junge Leute wandern wegen fehlender Perspektiven nach Norditalien oder ins Ausland ab.