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Brennende Reifen und noch kein Sieger

Bei der Präsidentschaftswahl in Honduras ist immer noch unklar, wer gewonnen hat.

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Brennende Reifen und noch kein Sieger

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In der Hauptstadt Honduras', Tegucigalpa, haben wütende Oppositionsanhänger Reifenhaufen angezündet.

Es ist bald eine Woche her seit der Präsidentschaftswahl und immer noch ist unklar, wer gewonnen hat.

Im Moment liegt Amtsinhaber Juan Orlando Hernandez mit 42,9 Prozent ein Prozent vor Oppositionsführer Salvador Nasralla. Laut Wahlamt gibt es aber noch Unklarheiten, und zwar bei sechs Prozent der Stimmen.

Juan Orlando Hernandez will Präsident bleiben und hat sich schon zum Sieger erklärt, - "Wir liegen weit vor den anderen", erläuterte er die Wahlgrafiken.

Nasralla hatte sich auch schon zum Sieger erklärt, als er bei der Auszählung kurzzeitig vorne gelegen war und sagte: "Ich war der Sieger, es ist unmöglich, das umzudrehen." Er warf der Regierung Wahlfälschung vor.

Die EU-Beobachter werden ebenfalls langsam ungeduldig und fürchten soziale Unruhen in dem verarmten mittelamerikanischen Land. Marisa Matias meinte: "Es wäre jetzt ganz wichtig, dass die Parteien ihre Anhänger zur Ruhe aufrufen und sie auffordern, ruhig auf die Ergebnisse zu warten. Die Ergebnisse müssen von beiden Parteien nachvollziehbar sein. Aber alle Parteien müssten zur Ruhe aufrufen."

Das Wahlamt stellte in Aussicht, in zwei Tagen mit dem Auszählen fertig zu sein.