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Rolando Villazón: ein leidenschaftlicher Regisseur

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Rolando Villazón: ein leidenschaftlicher Regisseur

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Rolando Villazón ist einer der vielseitigsten Künstler unserer Zeit, ein berühmter Tenor, ein Regisseur und Schriftsteller. "Die Fledermaus" ist seine sechste Produktion als Regisseur. "Musica" war bei der Klavierprobe in der Deutschen Oper von Berlin dabei und durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Rolando Villazón: "Ich zeige meinen Kollegen, den Sängern, als Regisseur gerne einen Weg, klare Linien, sodass sie genau wissen, wo sie stehen müssen, welche Bewegungen sie machen müssen, was der Grund dafür ist. Das gibt ihnen den Rahmen und die Geografie, die Bewegungen, die Choreografie, die dem Sänger erlaubt, frei zu sein."

Tenor Thomas Blondelle: "Erst mal muss ich sagen, dass mit Rolando zu arbeiten, ein Traum war. Ich kenne ihn natürlich, seit ich angefangen habe zu singen, da war er schon ein Weltstar. Dass man mit diesem Mann dann live arbeiten kann, das zu verarbeiten, habe ich drei Tage gebraucht. Dann habe ich mit gesagt: Ok jetzt muss ich aber auch wirklich arbeiten, jetzt reicht es nicht mehr, so zu schauen."

Rolando Villazóns Bühnenerfahrung ist für die Sänger ein großer Vorteil.

Sopranistin Annette Dasch: "Ich finde total, dass es hilft. Das merkt man einfach an seinem liebevollen Umgang mit uns, dass er nie über so eine gewisse Grenze hinausgeht. Wenn er merkt, oh ich kann den jetzt nicht noch weiter strapazieren, dann lässt er die Leute auch nach Hause gehen. Oder er spürt, wenn jemand einfach mal umarmt werden muss oder einfach mal ein Lob braucht, dafür hat er ein tolles Gespür."

Thomas Blondelle: "Er weiß, was Sänger wichtig finden. Er kam unglaublich vorbereitet und wusste, was er wollte. Gleichzeitig hat er das dann so vermitteln können, dass man als Sänger fast den Eindruck bekommt, dass man es selbst erfunden hat. Diese doppelte Ebene, dass die sehr, sehr wichtig ist und er hat das unglaublich gut drauf."

Rolando Villazón: "Die Proben sind eine anstrengende, wunderbare Zeit, 15 Stunden täglich, in denen man denkt, verändert, die Energie fühlt, die Ideen der Darsteller aufnimmt, sodass man immer mehr loslassen kann. Je näher die Premiere rückt, desto mehr entfernt sich der Regisseur davon."

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