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Hongkongs überraschende Seite: Die boomende Kunstszene

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Hongkongs überraschende Seite: Die boomende Kunstszene

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Wie entspannt man sich in Hongkong, einer der bevölkerungsreichsten Städte der Welt? Entdecken Sie all die Parks, die Umgebung, die Strände und den Wassersport, die vielfältige und wachsende Kulturszene - sogar in einer alten Polizeistation, Festivals aus aller Welt und viele internationalen Schulen.

Wie verwandelt man eine alte Polizisten-Wohnanlage in einen Kultur-Hotspot? In Hongkong ist das einer der vielen Orte, in der die Kunst boomt. Nur ein Beispiel dafür, wie Menschen hier in dieser pulsierenden und kosmopolitischen Stadt Beruf und Privatleben vereinbaren.

Die PMQ, The Police Married Quarters, ist eine Wohnanlage, in der einst verheiratete Polizeibeamte bezahlbaren Wohnraum fanden. Heute findet man auf sieben Stockwerken Designerläden und Workshops sowie unzählige Ausstellungen, wie diese Plakate polnischer Künstler:

Plakate haben eine eigene Sprache, die Länder verbinden kann. Das sieht man sehr gut, wenn man sich diese Brücke hier anschaut. Mit der Hilfe von Plakaten kann man mit allen Nationen dieser Welt kommunizieren", erklärt Max Skorwider, Leiter der Grafikabteilung der Hochschule für Bildende Künste in Posen.

Unerwartetes Grün

Natur fällt einem nicht sofort ein, wenn man an die Metropole denkt. Aber es gibt die grünen Oasen in den Randgebieten der Stadt sowie Badebuchten entlang der Küste.

Elberti and Tom Uiterwaal wohnen seit zehn Jahren in Hongkong, Segeln gehört bei der niederländischen Familie zur Work-Life-Balance. Ihre Söhne sind auf dem Wasser.

"Es ist so toll, dass die Kinder Segeln gehen können, denn die Sonne sticht, wie man spürt und sie werden den ganzen Tag draußen auf dem Wasser sein und spaß haben", meint Elberti Uiterwaal.

Tom Uiterwaal leitet ein Biokraftstoffunternehmen in Hongkong. Er und seine Frau entdeckten Hongkong nach dem Studium:

"Kurz nach der Uni machten wir Urlaub in China und ließen uns von Asien verzaubern. An einen anderen Ort zu ziehen, ist ein Glücksspiel. Nach 10 Jahren sind wir immer noch hier. Einer der Hauptgründe ist sicherlich das Geschäftsumfeld, aber wir haben hier auch eine gute Lebensqualität", so Tom Uiterwaal.

Seine Frau ergänzt: "Unser Motto heißt: 'work hard, play hard. Ich verlasse frühmorgens das Haus, arbeite lang und versuche dabei, Freiräume für die Kinder zu finden. Diese Wochenenden mit den Kindern am Wasser sind ein Grund, warum es sich lohnt, in Hongkong zu leben."

Kultur-Hotspots

Das "M+ Museum" liegt im West Kowloon Cultural District, die Spanierin Veronica Castillo ist die Stellvertretende Direktorin:

"Dieses Museum ist das Flaggschiff der im Bau befindlichen Kulturstätten. Es ist ein Museum für zeitgenössische visuelle Kultur. Wir zeigen ein anderes Lebensverständnis als sonst in Hongkong. Mit dieser Dynamik der verschiedenen Berufe, dem Zusammenkommen und der Vermischung."

Gerade wurde auch die Umgestaltung und Renovierung der alten Polizeistation zu einem Museum und Kulturraum abgeschlossen. Im "Tai Kwun"-Gebäude blieben die Gefängniszellen erhalten. Die gezeigten Werke stammen aus der ganzen Welt.

Das Festival "Le French May" gehört zu den jährlichen Highlights Hongkongs: "Dank der boomenden Kunstszene veranstalten immer mehr Länder Festivals in Hongkong. Wir zeigen über 100 Kunstwerke aus der Zeit der Sechziger Jahre. Und außerdem die Show 'Les Forains'. Das ist ein Ballett aus dem Jahr 1945 mit Hip-Hop, Elektro- und Live-Musik", so Festivalleiter Julien-Loïc Garin.

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