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Torra fordert legales Referendum für Katalonien

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Torra fordert legales Referendum für Katalonien

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Der Konflikt war monatelang festgefahren, jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez und Kataloniens Separatistenführer Quim Torra sind neu im Amt. Am 9. Juli werden sie erstmals zu einem mit Spannung erwarteten Treffen zusammenkommen. Seit der illegalen katalanischen Volksabstimmung im Oktober waren die Beziehungen zwischen Madrid und Barceona monatelang abgebrochen.

Forderungen aus Barcelona

Vorab forderte der Regionalführer Torra Zugeständnisse von Madrid.

Es müsse ein Referendum geben, dass legal sowie bindend sei und von beiden Seiten anerkannt wird, sonst werde es wohl niemals eine Lösung geben, erklärte Torra.

Sánchez hatte im Vorfeld erwogen, die im Zusammenhang mit dem katalanischen Referendum inhaftierten politischen Gefangenen nach Katalonien zu verlegen. Ein Vorstoß, den Torra jedoch nicht als Zugeständnis einstuft.

Uneinigkeit über Kataloniens Zukunft

Umfragen zufolge sind die 7,5 Millionen Menschen in der reichen Mittelmeerregion gespalten, was eine Unabhängigkeit von Spanien betrifft.

Alle, die in Katalonien lebten und arbeiteten, gehörten zur katalanischen Bevölkerung, räumte Torra ein. Man müsse respektieren, wenn sich Katalanen als Spanier fühlten. Umgekehrt müsse man auch respektieren, wenn einige anders dächten. Alle seien jedoch Teil der katalanischen Bevölkerung.

Nach der Volksabstimmung war der frühere Separatistenführer Carles Puigdemont ins Exil geflohen, weil auch ihm eine Gefängnisstrafe droht. Torra ist sein Nachfolger.

Der Sozialist Sánchez ist spanischer Ministerpräsident, seitdem seinem Vorgänger Mariano Rajoy das Misstrauen ausgesprochen wurde. Dessen Partido Popular ist in einen Korruptionsskandal verwickelt.

Ob die Neubesetzungen zu einer Beilegung des Unabhängikeitsstreits führen, wird jedoch bezweifelt.