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Hitze in den Alpen: Behörden warnen vor Mont-Blanc-Aufstieg

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Hitze in den Alpen: Behörden warnen vor Mont-Blanc-Aufstieg

Hitze in den Alpen: Behörden warnen vor Mont-Blanc-Aufstieg
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In den Bergen ist es zwar deutlich kühler, doch auch in den Alpen sind die Folgen von Sonne und Trockenheit spürbar. Den Gipfel des Mont Blanc mit seinen rund 4.800 Metern auf der gängigen Route - dem "Couloir de Goûter" zu besteigen - birgt ein erhöhtes Risiko. Schnee- und Eisschmelze sorgen für unberechenbaren Steinschlag. Auch die örtlichen Behörden raten von einem Aufstieg über diesen gefährlichen Weg ab.

Fabrice Bernard-Jacquet, Gendarme der PGHM Chamonix Mont-Blanc :

"Die Guides aus Saint-Gervais und Chamonix haben derzeit den Aufstieg mit Klienten auf den Mont Blanc ausgesetzt. Die Rinnen sind durch unvorhersehbaren Steinschlag gefährdet - ein Phänomen, das in diesen Tagen zunehmen wird, und für das es keine wirklichen Regeln gibt."

Gesteinsbrocken und Geröll-Lawinen können sich jeder Zeit lösen und die Rinne zwischen den Felsen hinabdonnern. Doch die Mehrzahl der Alpinisten lässt sich von der drohenden Gefahr nicht abschrecken.

Dave Bailey ist aus Großbritannien, um den Mont Blanc zu besteigen: "Wir sind bereit dafür- aber die Rinne flößt Angst ein. Man kann nicht abstreiten, dass sie gefährlich ist. Jeder, der diesen Aufstieg wählt, sollte sich der Gefahr bewusst sein."

Michael Gruber, ein österreichischer Alpinist sagt:

"Wenn du den Gipfel des Mont Blanc erreichen willst, ist das ein Risiko, dass du eingehen musst. Wenn es Steinschlag gibt, drehen wir um. Aber ich hoffe, alles wird gut werden."

Seit dem Beginn der Sommersaison 2018 sind in den französischen Alpen schon mehr als 20 Personen bei Bergsportaktivitäten tödlich verunglückt.