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Astronaut Pesquet: Sorgen um eine zerbrechliche Erde

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Von Euronews  mit AFP
Astronaut Pesquet: Sorgen um eine zerbrechliche Erde
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Von Waldbränden bis hin zu Wirbelstürmen - Thomas Pesquet hat die Naturkatastrophen auf der Erde in den vergangenen sechs Monaten aus einem ganz besonderen Blickwinkel gesehen: aus dem All.

Der französische Astronaut sprach - aus dem All - über seine Sorgen um die Zukunft des Planeten. 

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Thomas Pesquet: "Solche Stürme und Brände, das hatte ich auch bei meiner vorherigen Mission nicht gesehen. Waldbrände von unglaublicher Größe, mit Rauchschwaden, Rauchsäulen, die man tagelang aus dem All sehen konnte. All diese freigesetzte Energie und der Schaden für die Menschen, die das Pech hatten, diesen Feuern im Weg zu stehen."

Pesquet sagte, die Erde zum zweiten Mal im Abstand von fünf Jahren von oben zu sehen, habe sein Bewusstsein für ihre Zerbrechlichkeit gestärkt: "Die Verschmutzung von Flüssen oder die Erosion von Sedimenten entlang der Flüsse, die das Meer erreichen und flussaufwärts das Ackerland zerstören. Luftverschmutzung, schmelzende Gletscher, Abholzung des Amazonas-Regenwaldes, all das ist von der Raumstation aus zu sehen."

Auf seiner Twitterseite zeigt er auch schöne Bilder der Erde, so etwa seine Heimat, die Normandie. Doch die verwundbare und verwundete Erde, die er aus dem Weltall gesehen habe, so sagt Pesquet, habe in seiner Seele Spuren hinterlassen. Das - zusammen mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen - mache ihn sehr besorgt über unseren Planeten.