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Bildungsgipfel in Doha diskutiert Milleniumsziele

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Bildungsgipfel in Doha diskutiert Milleniumsziele

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Bis 2015 sollen alle Kinder der Welt eine vollständige Grundschulbildung genießen. Das ist eines der 8 Milleniumsentwicklungsziele. Ob es erreichbar ist, war einer der Schwerpunkte der Diskussionen auf dem Bildungsgipfel in Doha.

Viele Teilnehmer sind mittlerweile skeptisch, etwa der französische Bildungsminister Luc Chatel:

“Der WISE-Gipfel ist so wichtig, weil wir hier mit unterschiedlichen Meinungen konfrontiert werden, Strategien entwickeln und dieses ehrgeizige Ziel diskutieren können. Es stimmt, es wird schwierig sein, und daher glaube ich, dass jedes Land auf nationaler Ebene seinen Beitrag leisten muss.”

“Es wird nur gehen, wenn die Menschen auf lokaler Ebene selbst die Verantwortung für das Bildungswesen übernehmen”, glaubt Freda Wolfeden von der Initiative Teacher Education in Sub-Saharan Africa. “Hier auf dem Gipfel haben wir von einigen großartigen Initiativen gehört, etwa aus Indien, wo die Menschen in ihren Gemeinden in Eigeninitiative Schulen errichtet haben.”

Noch ist nicht klar, ob bis 2015 alle Kinder Lesen und Schreiben lernen werden, doch die Industrieländer diskutieren bereits, welche Rolle moderne Technologie in der Bildung spielen soll.

2’10” SOT MAN (in spanish) Martin F. De Angelis, President, “Voices of the Americas”

“Vor 5 oder 10 Jahren haben wir Technologie im Rahmen der Bildung als eine Art Unterhaltung betrachtet”, erklärt Martin De Angelis, der Vorsitzende von “Voices of the Americas”. “Moderne Technologie galt als Ablenkung von den traditionellen Formen der Lehre. Mittlerweile sehen wir in ihr die Möglichkeit, den Kindern neue Wege des Lernens zu eröffnen.”

Drei Tage lang diskutierten in Doha 1300 Teilnehmer aus aller Welt, wie ein modernes Bildungssystem aussehen sollte. Der nächste WISE-Gipfel findet im November 2012 statt.