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Europa kämpft um Finanzreformen

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Europa kämpft um Finanzreformen

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Willkommen bei “The network” mit Chris Burns. Hier sprechen wir mit Experten, um einer Sache auf den Grund zu gehen – 25 Sekunden Zeit haben sie jeweils für ihre Antwort. Werfen wir einen Blick auf unsere heutiges Thema.

Immer wieder kommt es zu Krawallen in europäischen Ländern, diesmal in Rumänien, wo Menschen gegen die Sparmaßnahmen der Regierung demonstrieren.

Bei einer EU-Arbeitslosenquote von 10 Prozent sind die europäischen Staats-und Regierungschefs gefangen in einer Schere zwischen wütenden Wählern und wankelmütigen Finanzmärkten, die von gnadenlosen Rating-Agenturen getrieben werden. Aktuelle Abstufungen wie die gegen Frankreich haben die Krise weiter vertieft und die bereits stockenden Gespräche über die Griechenlandhilfe verkompliziert. Die EU kämpft um Reformen, um die nächste

Krise zu verhindern. Europas Führer sind sich uneinig darüber, wie stark die Stabilität in den von Defizit geplagten Ländern sein sollte. Außerdem sollen die Finanzdienstleistungen reformiert und eine Transaktionssteuer eingeführt werden. Kritiker bemängeln, dass dies Investoren aus Europa und vor allem aus der Londoner City vertreiben könnte. Aber nachdem auch London vergangenes Jahr schwer von Straßenkrawallen getroffen wurde, liebäugelt selbst die konservative britische Regierung mit einer Bankenrefom.

Zugeschaltet zu dieser Ausgabe von “The network” ist der deutsche Europa-Abgeordnete Markus Ferber, er ist Mitglied der CSU und sitzt im EU-Wirtschafts- und Währungsausschuss. Aus London Louise Cooper, Marktanalystin bei BGC partners, die sagt, dass die Finanzreformen, die die EU-Staatschefs wollen, nichts mit der aktuellen Krise zu tun haben.

Und Dominique Plihon, Wirtschaftsprofessor an der Universität Paris-Nord und Präsident des wissenschaftlichen Beirats von Attac. Er unterstützt die vorgeschlagene Tobin-Steuer auf Finanztransaktionen.