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Der Euro: Zerfall oder Rettung?

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Der Euro: Zerfall oder Rettung?

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Es war ein weiterer Gipfel, der eine Kettenreaktion
gerade noch vermieden hat. Die gemeinsame Währung steht auf dem Spiel,- also beschlossen die führenden Politiker Europas die Einrichtung einer Bankenaufsicht und die Rettung spanischer Banken vor dem Kollaps. Dabei wurde man aber wenig konkret, was die Finanzmärkte zusätzlich verunsicherte.
Man einigte sich darauf, bis Ende des Jahres
einen Zeitplan zur Schaffung einer Wirtschaftsunion zu erarbeiten. Die könnte beinhalten: eine zentrale Bankenaufsicht, eine bessere Kontrolle der nationalen Haushalte und eventuell erste Schritte hin zu Eurobonds. Die deutsche Bundesbank beharrt darauf, dass es die Bankenunion nicht ohne eine zentrale Kontrolle der nationalen Haushalte geben dürfe. Das aber könnte weiteres Sparen bedeuten, das wiederum weitere Unruhe in die Länder der Südschiene bringen könnte. Andere halten dagegen, eine Stärkung der Infrastruktur in den Krisenländern müsse über öffentliche Ausgaben finanziert werden. Oder geht es einfach darum, Zeit zu kaufen, bevor der Euro zerbricht?

Zugeschaltet bei dieser Ausgabe von “The Network” sind:

- im Europäischen Parlament GUY VERHOFSTADT,
dort Fraktionsvorsitzender der Liberaldemokraten,
-Er sagt: “Die Zeit rennt uns davon, um eine Lösung in der Schuldenkrise zu finden.”

Ebenfalls dabei: -SONY KAPOOR, Managing Director des Thinktank Re-Define. Er sorgt sich, um eine nie zuvor gehabte Machtkonzetration in den Händen der EZB.

UND, in unserem Euronews-Studio Brüssel nimmt an der Diskussion teil:
ANDRE SAPIR, Ökonom der Universität Brüssel. Er befürchtet, Versagen wir bei der Bankenunnion, könnte das den Fortbestand der Währungsunion gefährden.