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Erstmals europäischer Ski-Wettbewerb für Jugendliche unter 18 Jahren

In La Molina in den spanischen Pyrenäen wird erstmals ein europäischer Ski-Wettbewerb für behinderte Menschen unter 18 Jahren ausgetragen. Auf den Brettern: 17 Skifahrer aus fünf Nationen.

Mit zehn Jahren ist Tadej der jüngste Teilnehmer. Ohne die Begleitung der 26-jährigen Slowenin Dragana, einer ehemaligen Spitzensportlerin, könnte er nicht Ski laufen.

Dragana: Ich glaube, das brauchen sie: einfach nur Gelegenheiten, um Spaß zu haben, im Wasser, im Schnee. Sie brauchen keinen Wettbewerb. Für mich ist es das Wichtigste, dass sie sich wohlfühlen so, wie sie sind.”

Dank einer speziellen Kommunikation mit Dragana kann der blinde Tadej eigenständig Ski laufen. Dragana:

“Auf der Piste haben wir bestimmte Regeln, “pa-pa-pa” bedeutet, dass der Skifahrer dir folgt. Sagt man “gate” fährt er eine Kurve. Er hört die Befehle aus dem Kommunikator auf meinem Rücken, deshalb kann er mir leicht folgen.”

Eines Tages ist Tadej vielleicht so gut wie Gabriel. Der 22-jährige sehbehinderte Sportler hat für Spanien 2010 an den Paralympics in Vancouver teilgenommen. Gabriel:

“Die Tatsache, dass ich behindert bin, hat mir vielleicht auf eine andere Art und Weise die Welt des Skifahrens eröffnet. Jetzt fahre ich auf hohen Niveau. Ich habe immer versucht, Spaß im Leben zu haben, unabhängig von meiner Behinderung.”

Gabriel leitet das Aufwärmtraining kurz vor dem Start des Wettbewerbs. Nach drei Tagen Training treten die jungen Italiener, Deutsche, Holländer, Slowenen und Spanier gleich gegeneinander an. Das Slalom-Rennen wird in drei Kategorien gefahren: im Stehen, sitzend und mit Sehbehinderungen.

Einen solchen Wettbewerb zu organisieren, ist teuer, denn man braucht sehr viel technisches Material. Matthias hat das Rennen mit Unterstützung der EU organisiert:

“Das Ziel der paralympischen Bewegung, sowohl des Internationalen Paralympischen Komitees wie des europäischen Paralympischen Komitees ist Spitzensport für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zu diesem Ziel gehört es auch, diese Jugendlichen zu unterstützen, mit ihnen zu trainieren, damit sie vielleicht die nächsten Champions werden. Wir konzentrieren uns wirklich auf ihre Fähigkeiten.”

Gabriel:
“Diese Jugendlichen sind unheimlich motiviert. Ich habe ihnen gesagt, dass es nicht einfach ist. Aber je mehr man sich dafür interessiert, desto einfacher wird es.”

Seit den ersten Paralympics 1960 hat sich viel getan. Heute sind die Skiorte in Österreich am besten auf Skifahrer mit Behinderungen eingerichtet. Andere Länder haben noch einen weiten Weg vor sich.

Matthias:
“Die breite Öffentlichkeit und die Skiorte müssen sich über die Bedürfnisse der behinderten Menschen klar werden. Das ist enorm wichtig. Es muss alles frei zugänglich sein, angefangen von den Skiliften, über die Restaurants bis hin zu den Toiletten.”

Das war die erste Etappe. Bis März 2014 werden diese jungen Europäer in vier anderen Ländern an Wettbewerben teilnehmen. Wieder werden sie ihre Behinderung vergessen. Diese Namen sollten Sie sich merken:

“Ich bin Florentina, ich habe eine Goldmedaille gewonnen.”

“Ich bin Christoph und ich habe diese Goldmedaille gewonnen.”

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