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Mithilfe von Vibrationen Maschinen retten


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Mithilfe von Vibrationen Maschinen retten

In einem europäischen Forschungsprojekt im italienischen Turin versuchen Wissenschaftler, die Geräusche einer Maschine genau zu untersuchen. Die Idee dahinter ist, die Vibrationen aufzuzeichnen, um eventuelle Ausfälle vorherzusagen und zu verhindern.

Der Physiker Alessandro Zanella: “Die Vibrationen stammen von Rotationen und beweglichen Teilen in den Motoren. Jede Maschine macht Geräusche und aufgrund derer können wir eine Diagnose zum Zustand der Maschine stellen. Wenn bestimmte Geräusche erzeugt werden, können diese auf mechanische Fehler hinweisen.”

Ein Kugellager, das kurz davor steht, kaputt zu gehen, erzeugt eine Vibration. Das bedeutet, dass der Fehler entdeckt werden kann, bevor die Maschine zusammenbricht. Dies geschieht mit Hilfe von Vibrationssensoren. Das Diagramm von Vibrationen kann wie ein EKG gelesen werden. Komplexe Algorithmen geben detaillierte Auskunft über den Zustand der Maschine. Aber es werden nicht alle Daten gesendet, nur solche, die entscheidend für die Analyse sind. Dafür sorgt ein kleines Gerät, erklärt Computer-Experte Mihai Marin-Perianu. “Dieses analysiert die Daten in Echtzeit. Dafür nutzt es anspruchsvolle Verfahren. Zeit und Frequenz spielen dabei eine wichtige Rolle. Es zieht aus dem Datenstrom die Merkmale heraus, die auf Fehler hinweisen können, und sendet diese dann an die Zentrale. Wir werden uns in Zukunft immer mehr auf diese Verfahrensweise verlassen, um in Fabriken jedes Teil einer Maschine virtuell beobachten zu können. Das wird in einem beispiellosen Umfang geschehen, aber zu erschwinglichen Kosten.”

Weniger Defekte machen eine Maschine effizienter und sorgen nicht nur für eine bessere Qualität der Geräte, sondern auch für eine höhere Sicherheit.

Computer-Experte Paul Havinga: “Vibrationen gibt es überall, in Flugzeugen, Hubschraubern, Maschinen und Zügen. Vibrationen geben einen Einblick in die Qualität der jeweiligen Maschine, in welchem Zustand sie sich befindet und ob sie voraussichtlich eine Panne haben wird. In den kommenden Jahren soll die Technologie zur Überwachung von Vibrationen auch in Zügen, Flugzeugen und Fabriken weltweit eingesetzt werden.”

www.wibrate.eu

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