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„Weg mit Peña Nieto“: Schwere Krawalle in Mexiko-Stadt

Schwere Ausschreitungen in Mexiko-Stadt nach einer friedlichen Demonstration gegen das Verschwinden von 43 Studenten

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„Weg mit Peña Nieto“: Schwere Krawalle in Mexiko-Stadt

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Nach einer friedlichen Demonstration gegen das Verschwinden von 43 Studenten ist es in Mexiko-Stadt zu schweren Ausschreitungen gekommen. Eine kleine Gruppe von etwa 40 selbsternannten Anarchisten schmiss am Montag (Ortszeit) Schaufenster ein und steckte Werbetafeln und Mülleimer in Brand. Fast eine Stunde randalierten die Vermummten auf dem Paseo de la Reforma, der Hauptverkehrsader der mexikanischen Hauptstadt, bevor die Bereitschaftspolizei eingriff.

Meinung

Lebend habt ihr sie uns genommen, lebend wollen wir sie zurück

Zuvor hatten mehrere tausend Menschen wegen des Verschwindens von 43 Studenten in der Stadt Iguala demonstriert und den Rücktritt von Staatspräsident Enrique Peña Nieto gefordert. Auch in mehreren anderen mexikanischen Städten nahmen die Menschen den zweiten Jahrestag der Amtseinführung Peña Nietos zum Anlass, um gegen die ihrer Ansicht nach Untätigkeit der Regierung wegen des Verschwindens der Studenten zu demonstrieren.

Immer wieder skandierten sie “Weg mit Peña” und “Lebend habt ihr sie uns genommen, lebend wollen wir sie zurück”.

Wegen des wahrscheinlichen Massakers an den Studenten durchlebt Peña Nieto derzeit die bislang schwerste Krise seiner Amtszeit. Seine Zustimmungswerte sind dramatisch gesunken.