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"Folterbericht": CIA-Verhörmethoden brutaler als bisher gedacht und unwirksam


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"Folterbericht": CIA-Verhörmethoden brutaler als bisher gedacht und unwirksam

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Nach heftigen Kontroversen ist in den USA der bisher umfassendste Bericht über umstrittene CIA-Verhörmethoden nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 veröffentlicht worden.

Der sogenannte Folterbericht bestätigt, dass der US-Geheimdienst Terrorverdächtige quälte, um Informationen von ihnen zu erhalten.

Die Methoden unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush seien aber praktisch unwirksam gewesen und über das hinausgegangen, was das Weiße Haus genehmigt habe.

Diane Feinstein, US-Senatorin:

“Die Aktionen des CIA sind ein Schmutzfleck auf unseren Werten und auf unserer Geschichte. Die Veröffentlichung des 500-Seiten-Berichts kann den Fleck nicht wegwischen. Aber sie zeigt unseren Leuten und der ganzen Welt, dass Amerika groß genug ist, Fehler einzugestehen und selbstbewusst genug ist, um von diesen Fehlern zu lernen.”

Nach landläufiger Meinung handele es sich bei den Verhör-Techniken um Folter, ergänzte Feinstein.

Insgesamt seien 119 Menschen auf diese Art in geheimen Gefängnissen verhört worden

Der CIA habe die Regierung ungenügend und falsch über die
tatsächlichen Verhörmethoden informiert.

Der euronews-Korrespondent in Washington sagte:

“Sollte der CIA nun kritisiert oder ausgezeichnet werden, wie es der ehemalige Vize-Präsident Dick Cheney vorgeschlagen hat. Der Report hat einen neuen hässlichen politischen Streit in Washington entzündet. Die Frage, ob Folter direkt zu Resultaten führt und somit eventuell zu mehr Sicherheit, bleibt umstritten. Sogar unter Experten.”

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