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Verkehrschaos auf der Krim: Kiew stellt Verbindungen ein

Nach den Zug- und Busverbindungen hat Kiew auch den Autoverkehr auf die Krim zeitweise sperren lassen. Reisende beschweren sich über das Verkehrschaos.

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Verkehrschaos auf der Krim: Kiew stellt Verbindungen ein

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Verkehrschaos auf der Krim: Die Ukraine hat ihre Verkehrsblockade auf der von Russland annektierten Halbinsel zeitweise auf Autos und LKW ausgeweitet, das bestätigten Zollbehörden auf der Krim. Am Nachmittag seien die Übergänge wieder geöffnet worden, allerdings nur für Fahrzeuge, die aus der Ukraine kamen. Fahrer, die in Armyansk festsaßen, beschwerten sich über mangelnde Informationen.

Meinung

Es ist das totale Chaos.

“Es ist das totale Chaos”, so der LKW-Fahrer Mikhail Semin. Das habe mit dem Referendum auf der Krim begonnen. Dafür könne man sich bei Putin und Janukowitsch bedanken. Damals, zur Zeit des ukrainischen Präsidenten Kuchma habe man noch gut arbeiten können und jetzt, fragt er. “Jetzt mache ich nur noch eine Fahrt pro Woche, damit verdiene ich nicht genug.”

Kiew hatte am Freitag angekündigt, die Zug- und Busverbindungen mit der Krim einzustellen . Man befürchte Sabotageakte. In Simferopol versuchten Reisende, einen der letzten Züge Richtung Festland zu bekommen. Ein Ukrainer berichtete, er komme nicht mehr in die ukrainische Stadt Nikolayew. Es gebe keine Informationen. Die Leute seien geschockt.

Ab Montag sollen endgültig keine Züge mehr fahren. Dem Sprecher des ukrainischen Sicherheitsrates zufolge wird der Verkehr nur vorübergehend ausgesetzt. Wann die Unterbrechung ende, sagte er nicht. Der See- und Flugverkehr wurde bereits zuvor eingestellt.