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Türkei: Ermittlungen nach Selbstmordanschlag laufen auf Hochtouren


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Türkei: Ermittlungen nach Selbstmordanschlag laufen auf Hochtouren

Nach dem Selbstmordanschlag in Instanbul laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen der Attacke auf Hochtouren. Die verbotene linksextreme Organisation Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) hatte sich zu dem Attentat bekannt. Es sei gegen die regierende AK-Partei gerichtet gewesen als Vergeltung für den Tod eines jungen Regierungskritikers, hieß es auf der Website der Gruppe. Die DHKP-C steht in der Türkei, der EU und den USA auf der Terrorliste.

An diesem Dienstag war eine Frau mit zwei Bomben in eine Polizeiwache im Touristenzentrum Sultanahmet gegangen. Durch die Detonation der ersten Bombe kamen sie und ein Polizist ums Leben. Ein weiterer Beamter wurde bei der Explosion der zweiten Bombe verletzt.

Die DHKP-C ist eigenen Angaben nach auch für den gescheiterten Anschlag auf den Dolmabahçe-Palast in Istanbul verantwortlich. Ein Angreifer hatte am Neujahrstag zwei Handgranaten auf die Wachposten vor dem Palast geworfen. Die Sprengsätze explodierten nicht, der Angreifer wurde festgenommen.

Die türkischen Behörden sind derzeit wegen erhöhter Terrorgefahr besonders wachsam. Schon seit längerem herrscht Sorge vor möglichen Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), deren Territorium sich inzwischen bis zur syrisch-türkischen Grenze erstreckt. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hatte in den vergangenen Monaten ebenfalls mit einem Ende des Waffenstillstands gedroht.

Zusatzinfos
Zentrale Website der DHKP-C (Türkisch und Deutsch)
Website der Wochenzeitschrift der DHKP-C (Türkisch)
Video mit Statement des Istanbuler Gouverneurs Vasip Şahin

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