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Vor Erdoğan-Besuch in Somalia: Anschlag auf Hotel der türkischen Delegation

Einen Tag vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat sich in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein Selbstmordattentäter vor dem Hotel in die Luft gesprengt, in dem di

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Vor Erdoğan-Besuch in Somalia: Anschlag auf Hotel der türkischen Delegation

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Einen Tag vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat sich am Donnerstag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein Selbstmordattentäter vor dem Hotel in die Luft gesprengt, in dem die türkische Delegation untergebracht ist. Staatspräsident Erdoğan hielt sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba auf, der ersten Etappe seiner Afrikareise.

“Wenn sie behaupten, sie handelten im Namen des Islam. Nun, ich bin Muslim. Im Islam gibt es so etwas nicht. Erstens, ein Muslim kann keinen Selbstmord begehen. Wen töten sie? Andere Muslime! Das ist unislamisch. Die Menschheit muss gemeinsam gegen Antisemitismus, Islamphobie, Rassismus, Diskriminierung und Angriffe auf heilige Werte stehen”, kommentierte Erdoğan den Anschlag in Addis Abeba.

Mindestens zwei Polizisten wurden getötet. Mitglieder der türkischen Delegation kamen nicht zu Schaden. Zu dem Anschlag bekannte sich die Al-Shabaab-Miliz, die seit Jahren immer wieder schwere Anschläge in Somalia verübt. Ihr Sprecher sagte, der Anschlag habe der türkischen Delegation gegolten. Eine Begründung gab er nicht.

Erdoğan hatte 2011 als erster nichtafrikanischer Politiker in 20 Jahren Somalia besucht. Die Türkei ist einer der wichtigsten Verbündeten der somalischen Regierung. Es gab in der Vergangenheit wiederholt Anschläge auf türkische Objekte in Somalia.