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Entführte Studenten in Mexiko laut Regierung zweifelsfrei tot

Die Jugendlichen waren vor vier Monaten verschleppt worden. Den Ermittlungen zufolge hielt eine Drogenbande die Studenten für Mitglieder einer Konkurrenzbande.

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Mexikos Regierung geht jetzt davon aus, dass die 43 entführten Studenten tot sind.

Die Jugendlichen waren vor vier Monaten verschleppt worden.

Nur einer von ihnen konnte bisher tot gefunden und auch identifiziert werden.

Die Studenten seien zweifelsfrei entführt und getötet worden, dann verbrannt und in den San-Juan-Fluss geworfen, sagt Jesús Murillo Karam, Mexikos Generalstaatsanwalt: Das sei die Wahrheit der Fakten.

Demzufolge hielt eine Drogenbande die Studenten für Mitglieder einer Konkurrenzbande.

Bisher hatte es geheißen, die politisch linksgerichteten Lehrerstudenten seien Politikern ihrer Stadt ein Dorn im Auge gewesen.

Sie seien deshalb von Polizisten entführt und an die Drogenbande übergeben worden.

Unter anderem wurden in der Stadt, wo sich das Lehrerseminar befindet, der Bürgermeister und seine Frau festgenommen.

Auch Polizisten sind in Haft; insgesamt gab es seit der Entführung fast einhundert Festnahmen.

Vertreter der Eltern der Opfer zeigten sich aber mit den Ermittlungsergebnissen unzufrieden.

Sie warfen der Regierung vor, sie wolle aus politischen Gründen den Fall schnell abschließen.