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Gaultier lädt zur "Brautschau"


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Gaultier lädt zur "Brautschau"

Die Pariser Haute-Couture-Schau von Jean Paul Gaultier mobilisierte nahezu alles, was Rang und Namen hat im Showgeschäft: Carla Bruni, Dita Von Teese, Catherine Deneuve und Conchita Wurst, die Frau mit Bart.

Conchita Wurst: “Ich liebe ihn, er ist eine derart nette Person, ich fühle mich geehrt, zu seinen Freunden zu gehören. Das hier ist unglaublich, natürlich liebe ich seine Mode.”

Gaultier, das einstige Enfant terrible der Modewelt, zauberte eine ganz besondere “Brautschau” mit spektakulären Kopfbeschmückungen, Smokingjacken und erstaunlichen Halb-und-halb-Kleidern.

“Mariage pour tous”, “Hochzeit für alle” lautete das Motto der Kollektion, der ersten seit Gaultiers Abschied aus dem Prêt-à-porter-Geschäft im vergangenen September, um sich voll und ganz der hohen Schneiderkunst, der Haute Couture zu widmen.

Eine Kollektion mit viel Humor, auch wenn der Sturz des Models mit dem Käfighut nicht eingeplant war. Die Krönung des Defilees war Naomi Campbell, als “Brautstrauß” in Blüten und Blätter gehüllt.

Zu einer Reise nach Osteuropa lädt das Designerduo Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli für die Edelmarke Valentino mit prachtvollen Stickereien im Folklorestil. Mehrere Ensembles waren an Gemälden von Marc Chagall inspiriert. Hauchzarte, halbdurchsichtige Materialien wurden verwendet, aber auch kunstvolle Brokatstoffe.

Die Liebe und nichts andere sei ihre Inspirationsquelle gewesen, sagen Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli über ihre Kollektion. Das Duo übernahm 2008 die künstlerische Leitung von Valentino.
Der 82-jährige Gründer des Hauses, Valentino Garavani, saß wohlwollend in der ersten Reihe.

Haute Couture Zauberer Elie Saab erwies der Stadt seiner Kindheit eine Hommage, der libanesischen Metropole Beirut mit meisterlichen, kostbar verzierten Spitzenkreationen. Auch aufwendig, mit großen Blüten bedruckte Seidenroben waren dabei. Kleider für Stars und Filmdiven.
So einige Modelle dürften sich bei der bevorstehenden Oscar-Verleihung wiederfinden, oder aber auf einer Hochzeit in fürstlichen Kreisen.

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