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Dürre in Brasilien: Kleinere Städte sagen Karnevalsparaden ab

Wegen der anhaltenden Dürre haben einige kleinere Städte in Brasilien beschlossen, die Karnevalsumzüge am 17. Februar abzusagen oder einzuschränken

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Dürre in Brasilien: Kleinere Städte sagen Karnevalsparaden ab

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Wegen der anhaltenden Dürre haben einige kleinere Städte in Brasilien beschlossen, die Karnevalsumzüge am 17. Februar abzusagen oder einzuschränken.

Meinung

Wir haben die Karnevalsparade abgesagt, damit keine Touristen in die Stadt kommen.

Fünf der größten urbanen Regionen sind vom akuten Wassermangel bedroht. Aber auch der Strom fehlt, weil Brasilien 80 Prozent davon aus Wasserkraftwerken bezieht.

Viele Brasilianer protestieren dennoch: “Ich glaube nicht, dass eine Parade von drei oder vier Stunden so viel ausmacht”, klagt Pepe Carrascosa, Präsident einer Tanzschule in der Stadt Araras. “Die Behörden verstehen wohl nicht, dass Brasilien für den Karneval bekannt ist.”

Marcelo Daniel, der Kulturbeauftragte von Araras, hält dagegen:
“Wir haben die Karnevalsparade abgesagt, damit keine Touristen in die Stadt kommen. Die Voraussetzungen für große Feierlichkeiten sind einfach nicht gut, und die Wasserkrise ist ein Grund dafür.”

Es ist die schlimmste Dürre seit acht Jahrzehnten, betroffen ist vor allem der bevölkerungsreiche Südosten des Landes. Die Reservoirs Sao Paolos sind bei nur noch fünf Prozent ihrer Kapazität.

Auch die Regenzeit fiel trocken aus, wegen der Hitze steigt statt dessen der Stromverbrauch. Sparvorgaben sollen nun das Schlimmste abwenden. Kritiker sagen jedoch, die Krise sei viel zu lange ignoriert worden.

Rio de Janeiro will auf den Karneval nicht verzichten, schließt noch drastischere Sparmaßnahmen aber nicht aus.