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Google im Visier

Als Google 1996 gegründet wurde, lautete das Ziel des Unternehmens: Die Weltinformation zu organisieren und allgemein zugänglich zu machen. Der

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Als Google 1996 gegründet wurde, lautete das Ziel des Unternehmens: Die Weltinformation zu organisieren und allgemein zugänglich zu machen. Der inoffizielle Firmenslogan hieß: “Don’t be evil” – “Sei nicht böse”. Laut Kritikern ist Google seinem Motto jedoch nicht gerecht geworden.

Die Idee zu einer Internet-Suchmaschine kam Larry Page im Schlaf. Er überzeugte seinen Studienkollegen Sergey Brin an der Standford University in Kalifornien von dem Projekt und beide begannen sogleich mit der Entwicklung. Heute ist Google die größte Suchmaschine der Welt. Die Firma verfügt über mehr als eine Million Server in Datenzentren rund um den Globus. Mehr als eine Milliarde Suchanfragen werden jeden Tag bearbeitet.

Im vergangenen Jahr gehörte Google laut dem US-Beratungsunternehmen Interbrand nach Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Google verdient sein Geld durch Werbung. Das Erfolgsgeheimnis lautet AdWords, ein Online-Werbenetzwerk, das Werbung neben der Ergebnisliste für Suchanfragen platziert.

Kritiker warfen Google vor, dass der Konzern die Suchmaschinen-Nutzer zu seinen eigenen Onlineangeboten geleitet haben soll. Aufgrund dieser Beschwerden wurde Google von den Wettbewerbsbehörden in den USA und Europa unter die Lupe genommen.

2011 leitete die US-Kartellbehörde dann eine Untersuchung ein und sammelte neun Millionen Dokumente von Firmen wie Yelp, TripAdvisor und Amazon ein. Diese hatten Google beschuldigt, Inhalte von deren Webseiten genommen zu haben.

2013 kam die Kartellbehörde jedoch zu dem Schluss, dass Google seine Marktstellung nicht missbraucht habe, und stellte das Verfahren ein. Ein interner Bericht, der vergangene Woche veröffentlicht wurde, zeigte jedoch, dass die Kartellbehörde in dem Fall gespalten war. Medienberichten zufolge hatte die Wettbewerbsabteilung der Behörde eine Klage gegen Google empfohlen.