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Renzi fordert EU-Programm gegen Schlepper in Herkunftsländern von Flüchtlingen


Italien

Renzi fordert EU-Programm gegen Schlepper in Herkunftsländern von Flüchtlingen

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat die Europäische Union aufgefordert, schon in den Herkunftsländern von Migranten und Flüchtlingen gegen Schlepperbanden vorzugehen.

Vor dem Unterhaus des italienischen Parlaments in Rom forderte Renzi dafür eine größere Präsenz der EU in Ländern südlich der Sahara, wo viele Migranten herkämen, sowie Unterstützung durch die Vereinten Nationen.

“Wenn eine Person im Begriff ist, ihr Leben zu riskieren, weil sie vor einer Situation flieht, in der den Nachbarn Köpfe abgeschlagen werden – dann ist es mit einer einfachen Grundsatzerklärung nicht getan. Dann braucht man den Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) im Niger, im Sudan, für eine Intervention vor Ort.”

Angesichts der jüngsten Katastrophe, bei der am Sonntag wohl mehr als 800 Migranten und Flüchtlinge beim Untergang ihres Schiffes auf dem Mittelmeer ertranken, wollen die Staats- und Regierungschefs der EU am Donnerstag zu einem Sondergipfel zusammenkommen.

Renzi will seine Vorschläge dort einbringen. Italien fordert schon lange eine aktivere Rolle der EU bei der Flüchtlings- und Migrantenthematik. Der Druck auf Renzi ist zuletzt aber noch weiter gewachsen. Mehrere rechte Parteien nutzen die Problematik und die entstehenden Kosten derzeit für eine breite Kampagne gegen die Regierung.

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