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Gedenkfeiern in der Ukraine: "Auch wir werden Besetzer besiegen"

Auch im Gedenken an den Sieg über den Hitlerfaschismus hat die krisengeschüttelte Ukraine ihre zwei Gesichter präsentiert. Nach dem erstmals

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Gedenkfeiern in der Ukraine: "Auch wir werden Besetzer besiegen"

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Auch im Gedenken an den Sieg über den Hitlerfaschismus hat die krisengeschüttelte Ukraine ihre zwei Gesichter präsentiert.

Meinung

Auch wir werden Besetzer besiegen

Nach dem erstmals eingeführten Gedenktag am 8. Mai, ein Zeichen des prowestlichen Kurses, organisierte die Regierung in Kiew am Samstag Zeremonien am Grab des Unbekannten Soldaten und am Denkmal “Mutter Heimat”.

Im Anschluss wurden Rekruten in Anwesenheit von Präsident Petro Poroschenko vereidigt.

Poroschenko erklärte in seiner Rede:

“Auch wir werden Besetzer besiegen. Ich habe alles getan und werde auch in Zukunft alles Mögliche tun, um die Ukraine zu befrieden. Daran glaube ich und dies ist mein größter Wunsch an diesem Feiertag für die Ukrainer.”

Martialischer und an die Verdienste der Sowjetarmee erinnernd fiel das Gedenken in den selbsternannten Volksrepubliken im Donbass aus.

Über 1000 prorussische Separatisten marschierten mit schweren Waffen auf.

Eine prorussische Ukrainerin sagte am Rande der Parade in Donezk:

“Mir ist dieser Feiertag heilig. Mein Urgroßvater ist bei der Verteidigung seines Vaterlandes gefallen. Jetzt verteidigt mein Mann sein Vaterland. Mir bedeutet das alles.”

Zur Herkunft der zur Schau gestellten Waffen sagte Separatistenanführer Alexander Sachartschenko, das Kriegsgerät sei zum Großteil von der Armee erbeutet worden.

Die Führung in Kiew und der Westen werfen Moskau aber vor, die Aufständischen auszurüsten.

Die Separatisten gaben unterdessen die Freilassung von zwei US-Bürgern bekannt.

Die für die US-Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) tätigen Männer waren unter “Spionageverdacht” festgesetzt worden.