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Südkorea: Furcht vor Mers-Ausbreitung wächst

In China ist erstmals ein Fall der Atemwegserkrankung Mers bestätigt worden. Ein aus Südkorea stammender Mann, der in der chinesischen Provinz

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Südkorea: Furcht vor Mers-Ausbreitung wächst

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In China ist erstmals ein Fall der Atemwegserkrankung Mers bestätigt worden.

Ein aus Südkorea stammender Mann, der in der chinesischen Provinz Guangdong unterwegs war, wird in diesem Krankenhaus in Huizhou behandelt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte der 44-Jàhrige in seiner Heimat engen Kontakt zu Infizierten. Er werde auf einer Isolierstation behandelt, sein Zustand sei stabil.

In Südkorea löste die auf offiziell achtzehn Fälle gestiegene Zahl der Mers-Infektionen Sorge vor einer weiteren Verbreitung aus.

Kim Woo-Joo von der südkoreanischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten sagte in Seoul:

“Wir gehen nicht von tödlich endenden Krankheitsverläufen aus. Fünf der 18 Infizierten sind allerdings in einem besorgniserregenden Zustand. Sie weisen Symptome einer Lungenentzündung auf. Deshalb wurden die Patienten an Beatmungsgeräte angeschlossen.”

Die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye bezeichnete die bislang eingeleiteten Maßnahmen zur Mers-Eindämmung als unzureichend und verlangte größeres Engagement der Regierung in Seoul.

Das Mers-Virus wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen.

Es gehört zu den Coronaviren, zu der auch das Sars-Virus zählt, an dem bei
einem Ausbruch 2003 rund 800 Menschen starben.