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Daraweesh Karneval in Kairo


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Daraweesh Karneval in Kairo

Musik und Tanz in den Gassen von Alt-Kairo: So feierte der historische Stadtteil der ägyptischen Metropole den Daraweesh Karneval, ein Straßenfestival
zu Ehren der drei monotheistischen Weltreligionen. Dabei hatten die Teilnehmer Gelegenheit sowohl die Amr ibn al-As-Moschee, die St. Georgskirche als auch die Ben-Esra-Synagoge zu besichtigen.

Für das vor allem junge Publikum gab es ein vielseitiges Musik-Programm mit Bands und Tanzensembles. Für gute Stimmung sorgten etwa Stocktanz-Vorführungen.

Aya Alaa, Organisatorin: “Sie sehen hier Menschen unterschiedlicher Religionen, Muslime und Christen. Wir haben die Gotteshäuser besucht und dabei Neues gelernt, zum Beispiel über das Judentum.”

Tanura ist die ägyptische Form des Drehtanzes. Tanura heißt auch der weite und schwere Rock, der den Tänzern dabei hilft, das Drehgefühl zu verstärken und Stabilität zu finden.

Zu den Höhepunkten des Festivals zählte das Konzert von Nuba Nour. Das in Kairo ansässige Gesangs- und Trommel-Ensemble erweckt die uralten Melodien der Nubier zu neuem Leben. Und das Publikum tanzt mit.

“Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich heute gesehen habe”, schwärmt ein junger Mann. “Ich habe neue Leute getroffen und Tänze gesehen, die ich vorher noch nicht kannte.”

Eine junge Besucherin fügt hinzu: “Wenn ich die Moschee, die Kirche und die Synagoge sehe, habe ich das Gefühl, dass diese drei Religionen Ägypten und das ägyptische Leben widerspiegeln, darüber freue ich mich.”

Der ägyptische Sänger Amer Eltony schließlich versetzte mit seinem traditionellen Sufi-Gesang das Publikum in Trance. Dazu drehten sich die Derwische, vereint mit der Musik und dem Universum.

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