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EU weiter uneins bei Flüchtlingsunterbringung

Die Flüchtlingskrise auf dem Mittelmeer sorgt weiter für Diskussionen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Während sich die Innenminister der Union am

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Die Flüchtlingskrise auf dem Mittelmeer sorgt weiter für Diskussionen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Während sich die Innenminister der Union am Dienstag in Luxemburg nicht auf die Quotenregelung zur Verteilung der Migranten einigen konnten, haben erneut mehr als 400 Flüchtlinge die italienische Küste erreicht.

In diesem Jahr seien bisher 100.000 Menschen Europa gelangt, so der UN-Mitarbeiter Iosto Iba. In Italien seien das nicht viel mehr als im Vergleich zum vergangenen Jahr, aber an der griechischen Küste seien bis jetzt sechs Mal so viele Leute angekommen wie 2014.

Frankreich kündigte insgesamt 10.500 zusätzliche Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen an. Davon sollen 4000 Plätze für Asylbewerber zur Verfügung stehen. Zudem sind 5000 Plätze für Flüchtlinge geplant und 1500 Plätze in Notunterkünften, um wilde Flüchtlingscamps zu vermeiden. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve: “Man sollte Griechenland und Italien nicht alleine lassen, das wäre nicht solidarisch. Angesichts der Schwere des Problems muss die Europäische Union die Bauherrenschaft für diese Unterkünfte übernehmen und sie finanzieren und wir helfen aus Solidarität mit Italien und Griechenland mit unseren eigenen Mitteln.”

Frankreich hatte in den vergangenen Tagen Flüchtlingen an der italienischen Grenze die Einreise verwehrt. Auch Deutschland pocht darauf, dass Ankunftsländer wie Italien dazu verpflichtet seien, die Flüchtlinge aufzunehmen und nicht weiterreisen zu lassen. Wenn die Länder diese Verantwortung nicht wahr nähmen sei die Reisefreiheit in Gefahr.