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Sogar Verständnis für die Gläubiger in den Straßen von Athen

Unser Korrespondent in Griechenland stellte Menschen auf der Straße die Frage, wie sie den Gläubigern gegenüber stehen, was sie ihnen sagen würden

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Sogar Verständnis für die Gläubiger in den Straßen von Athen

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Unser Korrespondent in Griechenland stellte Menschen auf der Straße die Frage, wie sie den Gläubigern gegenüber stehen, was sie ihnen sagen würden, wenn sie mit ihnen in Brüssel an einem Tisch sitzen könnten.

Ein Mann hatte sogar Verständnis für die, denen der Geduldsfaden mit Griechenland so langsam reißt: “Ich kann die Gläubiger irgendwie verstehen. Wir haben Versprechen nicht eingehalten, Maßnahmen nicht umgesetzt. Da haben die Gläubiger schon Recht.”

Ein anderer Mann meint: “Ich würde die Gläubiger gerne daran erinnern, dass 1953 Deutschland 70 oder 80 Prozent der Schulden erlassen wurden. Ich weiß nicht mehr genau, wieviel, aber daran würde ich die Gläubiger gerne erinnern.”

Eine Frau sagt: “Sie sollten sich die Situation hier in Griechenland einmal ansehen. Uns geht es nicht gut. Das sollten sie sich einmal anschauen, statt uns noch weiter ausbluten zu lassen.”

Unser Korrespondent Akis Tatsis meint: “Die jüngsten Umfragen sagen, dass die Mehrheit der Griechen in der Eurozone bleiben will. Die Griechen sehen ein, dass sie in der Vergangenheit Fehler gemacht haben, sie wollen einfach, dass die europäischen Partner ihnen noch einmal eine Chance geben.”