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Die Fahrt der Hermione

Die Rückfahrt über den Atlantik war ziemlich bewegt. Beim Ablegen auf Saint-Pierre et Miquelon, einer französischen Insel vor Kanadas Küste, wurde

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Die Fahrt der Hermione

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Die Rückfahrt über den Atlantik war ziemlich bewegt. Beim Ablegen auf Saint-Pierre et Miquelon, einer französischen Insel vor Kanadas Küste, wurde ein Orkan vorhergesagt. Der blieb dann zwar aus, aber das ausgedehnte Tiefdruckgebiet machte doch einige Wellen. Die Besatzung hatte schwer zu kämpfen, um das 1200 Tonnen schwere Schiff auf Kurs zu halten.

Am Ende halten Schiff und Besatzung durch. Zwei Tage vor der Ankunft erinnert sich der Kapitän an die herausfordernde Nacht vom 6. August.

Yann Cariou: “Wir hatten da eine heftige Nacht. Das Schiff machte mehrere Stunden mehr als 12 Knoten, in der Spitze haben wir 13 Knoten gemessen, dadurch haben wir die Leistungsfähigkeit des Schiffes wirklich so deutlich gesehen, wie nie zuvor.”

Am 18. April verließ die Hermione Île-d’Aix. Erstes Ziel auf dem Weg in die USA: Die Kanaren. Die gesamte Tour war in 18 Etappen aufgeteilt. Die meisten an der US-Küste, von Yorktown nach Boston, Philadelphia und New York.

Zu den Höhepunkten gehörte die Fahrt vn der Freiheitsstatue vorbei. Die Hermione war eingeladen, an der Schiffsparade zum Nationalfeiertag, dem 4. Juli, teilzunehmen, an dem an die Unabhängigkeit der USA erinnert wird.

Yann Cariou, Captain : “Der emotionale Höhepunkt war die Ankunft in Yorktown. Der Empfang durch die Amerikaner hat uns überrascht. Und das war wirklich überall so. Die Amerikaner waren sehr berührt von unserer Ankunft und von dem, was wir gemacht haben, dass wir das Schiff nachgebaut haben, dass wir an Lafayette und die ganze damalige Zeit erinnern, als Frankreich den USA bei ihrem Unabhängigkeitskampf geholfen hat.”

17 Jahre Arbeit und 20 Millionen Euro waren notwendig, um diese Replik zu bauen. Die Hermione ist noch in Bordeaux und dann in ihrem Heimathafen Rochefort zu sehen, bevor sie sich neuen Abenteuern zuwendet.