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Griechenland vor der Wahl: Syriza und Nea Dimokratia fast gleichauf

Eine Woche vor der Parlamentswahl in Griechenland liefern sich die Linkspartei Syriza und die Konservativen der Nea Dimokratia in den Umfragen ein

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Griechenland vor der Wahl: Syriza und Nea Dimokratia fast gleichauf

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Eine Woche vor der Parlamentswahl in Griechenland liefern sich die Linkspartei Syriza und die Konservativen der Nea Dimokratia in den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Eine Regierungsmehrheit ist für keinen von beiden in Sicht.

Der stellvertretende Vorsitzende der griechischen Stiftung für Europäische und Außenpolitik, Thanos Veremis, erklärt: “Diese Wahlen hätten normalerweise vermieden werden können, denn die meisten Parteien im Parlament, außer vielleicht ein oder zwei, sind bereit, die Vereinbarung mit der Europäischen Union einzuhalten.”

Die jüngste Umfrage sagt Syriza einen Vorsprung von einem Prozent vor der Nea Dimokratia voraus. Drittstärkte Kraft wäre derzeit die koalitionsunfähige rechtsextreme Goldene Morgenröte.

Ein Passant meint: “Drei Wahlen in acht Monaten, das ist zu viel. Aber was blieb anderes übrig, wenn man bedenkt, dass Syriza zusammen mit dem Koalitionspartner, den Unabhängigen Griechen, die Mehrheit verloren hatte. Das war schwer.”

Eine Frau erklärt: “Ich weiß nicht, ob ich meine Stimme abgeben werde, obwohl ich in der Nähe des Wahllokals wohne. Ich denke darüber nach. Vielleicht geh ich hin, vielleicht nicht. Denn, angenommen ich stimme ab, was macht das für einen Unterschied?”

EU-Politiker mahnten Griechenland, trotz der unklaren politischen Lage alle Reformvorhaben umzusetzen, die als Gegenleistung für Finanzhilfen vereinbart worden waren. Syriza-Chef Alexis Tsipras hatte im Wahlkampf Nachbesserungen in Aussicht gestellt.