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China berät Zweikindpolitik

Die Einkindpolitik in China könnte vor dem endgültigen Ende stehen. Ohnehin wird sie seit mehreren Jahren nicht mehr allzu streng gehandhabt. Nun

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Die Einkindpolitik in China könnte vor dem endgültigen Ende stehen. Ohnehin wird sie seit mehreren Jahren nicht mehr allzu streng gehandhabt. Nun steht das Thema auf der Agenda des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, die gerade in Peking den neuen Fünfjahresplan berät. Grund für die Abkehr von der Einkindlinie sind die alternde Gesellschaft und die rasant wachsende Wirtschaft, die Arbeitskräfte benötigt.

Wang Jun, Professor an der Sun Yat-Sen Universität, erklärt: “Ausländische Arbeitnehmer und andere Arbeiter werden älter, was sich auf die Wirtschaftsfähigkeit unseres Landes auswirken kann. Die Lage lässt sich bis zu einem gewissen Grad durch eine veränderte Geburtenpolitik ändern.”

Ein Zehntel der Chinesen ist mindestens 65 Jahre alt. Bis 2050 würde sich ihr Anteil auf ein Drittel erhöhen, wenn China bei der in den Siebzigerjahren für Han-Chinesen eingeführten Einkindpolitik bliebe. Im Gespräch ist nun das offizielle OK für ein zweites Kind für alle. Seit 2013 dürfen bereits Eltern, die selbst Einzelkinder waren, ein zweites Kind haben.