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"Völlig unnötig": FPÖ-Stadtrat von Linz lässt Homo-Ampeln entfernen

Die homo- und heterosexuellen Ampelpärchen in Linz sind passé. Der neue Verkehrsstadtrat von der rechten FPÖ, Markus Hein, ließ die Ansteckscheiben

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"Völlig unnötig": FPÖ-Stadtrat von Linz lässt Homo-Ampeln entfernen

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Die homo- und heterosexuellen Ampelpärchen in Linz sind passé. Der neue Verkehrsstadtrat von der rechten FPÖ, Markus Hein, ließ die Ansteckscheiben wieder entfernen, nur wenige Monate, nachdem sie angebracht worden waren.

Meinung

Ampeln sollen keine Gesinnungsbotschaften übermitteln.

Ampeln seien Verkehrszeichen und dürften nicht dazu “missbraucht werden, Gesinnungsbotschaften zu übermitteln”, so Hein. “Genauso wenig wie das Binnen-I den Frauen bei der Gleichstellung hilft, bringen die Ampelpärchen homosexuellen Paaren mehr Rechte”, sagte der FPÖ-Politiker.

Letzte Woche setzte ich dem Unsinn im Linzer Stra�enverkehr ein Ende und lie� die schwulen ‚Ampelp�rchen‘ durch herk�mmliche Ampelm�nnchen ersetzen!

Posted by Markus Hein on�Sonntag, 6. Dezember 2015

Außerdem wolle er ein einheitliches Erscheinungsbild mit den üblichen Einzelmännchen, die Ampelpärchen seien “völlig unnötig.”

Im Juni dieses Jahres wurden auf Anregung einer privaten Initiative Ampeln an vier Übergängen in der Linzer Innenstadt mit einem schwulen, einem lesbischen und einem heterosexuellen Paar ausgerüstet. Für die damalige Verkehrsstadträtin Karin Hörzing von der SPÖ war dies ein “Zeichen für Offenheit und Toleranz”.

Die Grünen kritisierten die Deinstallation. Der Landtagsabgeordnete Severin Mayr, der die Ampeln mitinitiiert hatte, nannte das Vorgehen Heins “beschämend”. Der FPÖ-Stadtrat habe den Rückwärtsgang eingelegt, während anderswo Zeichen für Weltoffenheit und friedliches Zusammenleben gesetzt würden, so Mayr. Das lasse sich nur mit “Homophobie und Ewiggestrigkeit” erklären.