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Europäischer Filmpreis: Doku über Amy Winehouse nominiert


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Europäischer Filmpreis: Doku über Amy Winehouse nominiert

Folgende fünf Streifen sind in der Kategorie “Bester Dokumentarfilm” für den Europäischen Filmpreis nominiert: “Amy”, ein Film von Asif Kapadia über das Leben und den Tod der britischen Sängerin Amy Winehouse. Er feierte seine Weltpremiere auf dem diesjährigen Filmfestival in Cannes. Der Film erreichte das höchste Einspielergebnis für britische Dokumentarfilme aller Zeiten.

“Dancing with Maria” porträtiert Maria Fux, eine 90-jährige argentinische Tänzerin. Sie tanzt und lehrt noch immer in ihrem Studio in Buenos Aires. Der Dokumentarstreifen ist eine argentinisch-slowenisch-italienische Koproduktion. Regie führte der italienische Regisseur Ivan Gergolet.

In “Toto and His Sisters” geht es um den 10-jährigen Toto und seine Teenager-Schwestern, die versuchen in Bukarest ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, während ihre Mutter wegen Drogenhandels im Gefängnis sitzt. Während der Dreharbeiten hat der in Rumänien geborene deutsche Regisseur Alexander Nanau Kameraworkshops mit den Jugendlichen organisiert, sodass große Teile des Films eine der Schwestern gedreht hat. Beim Schneiden des Films in Bukarest sagte Nanau: “Wir überschreiten mit der Machart ja den klassischen Dokumentarfilm, wo der Autor nicht sichtbar ist und als Zuschauer nimmt man das wahr, als wäre es ein Spielfilm mit echten Leuten, obwohl nichts inszeniert ist.”

Fünf Jahre lang folgt “A Syrian Love Story” Amer und Ragda. Das Paar lernte sich im syrischen Gefängnis kennen und lieben, wo sie als Gegner des Assad-Regimes einsaßen. 20 Jahre später stolpert der britische Regisseur Sean McAllister über ihre Liebesgeschichte. Ragda ist gerade wieder aus der Haft entlassen, die Familie muss nach Frankreich fliehen. Der Regisseur selbst wurde in Syrien verhaftet und sein Filmmaterial konfisziert.

“The Look of Silence” ist ein Dokumentarfilm des amerikanischen Regisseurs Joshua Oppenheimer über die Massaker in Indonesien in den Jahren 1965-66. Sein erster Film darüber, “The Act of Killing” aus dem Jahr 2012, ließ hauptsächlich die Täter sprechen. “The Look of Silence” nimmt die Perspektive der Überlebenden ein. Ein Film darüber, was es bedeuten muss, ein Leben zu führen, das so von Gewalt erschüttert wurde.

Für den besten europäischen Animationsfilm gibt es drei Nominierungen. Shaun das Schaf ist ein britischer Knetanimationsfilm von Aardman Animations aus dem Jahr 2015. Der Film basiert auf der gleichnamigen deutsch-britischen Fernsehserie. Der Streifen entstand unter der Regie und nach einem Drehbuch von Mark Burton und Richard Starzak.

“Es geht darum, zu schätzen, was man verloren hat bzw. was man hat. Man sollte schätzen, was man hat”, so Richard Starzak. Mark Burton ergänzt: “Und es gibt eine Menge Slapstick.”

Im Animationsfilm “Die Melodie des Meeres” begeben sich ein kleines Mädchen und sein Bruder auf eine abenteuerliche Reise zum Meer, um die irische Feenwelt zu retten. Regisseur Tomm Moore greift in seinem altmodisch gezeichneten, traditionell erzählten Film auf den Mythenschatz Irlands zurück.

Der 38-jährige Filmemacher erzählt vom Schaffensprozess: “Wir zeichneten eine irische Legende, irische Folklore. Meiner Meinung gibt es etwas Universelles in diesen Geschichten, das die ganze Welt anspricht. Es ist wirklich schwierig, so einen Film zu finanzieren und die Geschichte so zuerzählen, dass sie funktioniert. An diesem Film haben 200 Künstler zwei Jahre gearbeitet.

Die französische Produktion “Adama” folgt der 12-jährigen Titelfigur, die in einem westafrikanischen Dorf lebt. Als sein älterer Bruder verschwindet, macht sich der Junge auf, ihn zu finden. Seine Suche führt ihn übers Meer, in den kalten dunklen Norden in die Hölle der Schlacht von Verdun im Ersten Weltkrieg.

Die Verleihung des 28. Europäischen Filmpreises findet am Samstag in Berlin statt.

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