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Hongkong: Mysteriöses Verschwinden von fünf Buchverlegern

In Hongkong sind fünf Männer, die in einem chinakritischen Buchverlag arbeiten, spurlos verschwunden.

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Hongkong: Mysteriöses Verschwinden von fünf Buchverlegern

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In Hongkong haben Demonstranten am Sonntag gegen das Verschwinden von fünf Mitarbeitern eines chinakritischen Verlages protestiert.

Meinung

Sie versuchen, im Verborgenen unsere Presse- und Meinungsfreiheit zu unterdrücken.

Der letzte der fünf Männer, der 65-jährige Lee Bo, wird seit vergangenem Mittwoch vermisst. Seiner Frau teilte er inzwischen per Telefon mit, dass er sich auf dem chinesischen Festland befindet.

Aktuell bereitet der Verlag “Mighty Current”, dessen Werke in China verboten sind, die Veröffentlichung eines Buches über das Liebesleben von Xi Jinping vor.

“Wenn weder die Polizei von Hongkong noch die von China jemanden festgenommen hat, dann könnten sie es einfach sagen”, fordert ein Politiker aus Hongkong. “Doch keine der Behörden hat auf unsere Fragen geantwortet. Sie versuchen, im Verborgenen unsere Presse- und Meinungsfreiheit zu unterdrücken, das ist das Erschreckende an der Sache.”

Unterdessen versammelten sich auch vor der Universität der Sonderverwaltungszone Demonstranten. Etwa 3.000 Studenten protestierten gegen den neuen Vorsitzenden der Universität Hongkong. Arthur Li steht der chinesischen Regierung wohlwollend gegenüber, Kritiker befürchten durch ihn eine Gefahr für die Forschungsfreiheit.