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Getarnt als Syrer: Immer mehr Nordafrikaner beantragen Asyl in Deutschland

Immer mehr Algerier und Marokkaner beantragen Asyl in Deutschland. Allein im Dezember vergangenen Jahres kamen rund 2300 Personen aus Algerien und

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Getarnt als Syrer: Immer mehr Nordafrikaner beantragen Asyl in Deutschland

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Immer mehr Algerier und Marokkaner beantragen Asyl in Deutschland. Allein im Dezember vergangenen Jahres kamen rund 2300 Personen aus Algerien und gut 3000 aus Marokko illegal nach Deutschland. Das berichtet die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Im ganzen Jahr 2014 hätten weniger als 4000 Personen aus beiden Ländern in Deutschland Asyl beantragt. Die CSU will, dass Marokko und Algerien als sichere Herkunftsstaaten eingestuft werden – bisher ist das nicht der Fall.

Meinung

Abschieben ist praktisch unmöglich.


Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte den Anstieg der Zuwanderung aus Algerien und Marokko bei der Vorstellung des Migrationsberichts für das Jahr 2014 als besonderes Problem bezeichnet. Inzwischen ist bekannt, dass viele Algerier und Marokkaner unter den Beschuldigten für die Kölner Übergriffe sind.


Viele Personen aus den Maghrebstaaten kommen offenbar getarnt als syrische Flüchtlinge nach Deutschland, seit bekannt wurde, dass Deutschland Syrer aufnimmt. Im Internet, so berichtet die marokkanische Nachrichten-Website Hibapress, gibt es Videos, auf denen sie etwa beim Üben der syrischen Hymne oder des Dialekts zu sehen sind. Einmal in Deutschland, fallen besonders junge Nordafrikaner nicht selten unangenehm auf. In Düsseldorf etwa hat die Polizei das Projekt Casablanca ins Leben gerufen, weil unter den Trick- und Taschendieben, aber auch unter den sogenannten Antänzern überproportional viele Personen aus den Maghrebstaaten sind. Vielfach seien die Maghrebiner bandenmäßig organisiert.


Zum Vergleich: Von 1111 illegal eingewanderten Syrern fielen in Düsseldorf in den vergangenen Monaten 0,5 Prozent als Verdächtige bei Straftaten auf. Bei 838 illegalen Migranten aus Marokko, Tunesien und Algerien waren es fast 40 Prozent. Die Nordafrikaner sind laut der Polizei zumeist alleinreisende junge Männer, die häufig bei Raub, Ladendiebstahl, Taschendiebstahl und Diebstahl aus Autos vertreten seien. Sie träten oft aggressiv auf und leisteten erheblichen Widerstand, so die Polizei.


Von Pro Asyl heißt es, die Aussichten für junge Menschen in den nordafrikanischen Ländern seien schlecht, daher würden viele fliehen. Neben wirtschaftlichen gebe es auch politische Gründe für die Flucht aus Algerien und Marokko. Und Stefan Telöken vom UN-Flüchtlingshilfswerk erläutert: “Traditionell sind Bewohner der Maghreb-Staaten eher nach Spanien und Frankreich ausgewandert. Jetzt, da der legale Weg übers Mittelmeer unterbrochen ist, scheint sich die Bewegung nach Mitteleuropa verschoben zu haben, weil die Menschen auf die Balkan-Route ausweichen.”


Das Benehmen der in den vergangenen Monaten illegal eingereisten Nordafrikaner empört nicht nur Deutsche, sondern auch alteingesessene Zuwanderer aus den nordafrikanischen Staaten. Viele nordafrikanische Ladenbesitzer in Düsseldorf etwa sind nicht gut auf die Neuankömmlinge zu sprechen. Einer sagte: “Sofort abschieben”. Das allerdings, so ein Polizist, der anonym bleiben möchte, gegenüber der dpa, sei praktisch unmöglich.

Mit dpa

Bericht aus dem Kölner Stadt-Anzeiger
Bericht aus dem Tagesanzeiger aus der Schweiz
Bericht aus der Rheinischen Post