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Oscar-Nominierungen sind nicht zwingend Kassengold

Gerade sind die Oscar-Nominierungen für das Jahr 2016 bekannt gegeben worden. Aber was ist diese Nominierung wert? Um das herauszufinden, haben wir

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Oscar-Nominierungen sind nicht zwingend Kassengold

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Gerade sind die Oscar-Nominierungen für das Jahr 2016 bekannt gegeben worden. Aber was ist diese Nominierung wert? Um das herauszufinden, haben wir uns die Nominierungen für den besten Film aus dem Jahr 2015 angesehen.

“American Sniper”: kontrovers diskutiert, aber erfolgreich

“American Sniper” (Der Scharfschütze), der Film von Clint Eastwood über die Lebensgeschichte des Scharfschützen Chris Kyle spielte nach seiner Oscar-Nominierung 317 Millionen Euros ein. Laut Box Office Mojo das beste Einspielergebnis seit 1982.

Klicken Sie auf die Spaltenüberschriften, um alle Daten anzuzeigen. Quelle: “Box Office Mojo.

Den größten Gewinn erzielte “American Sniper” nach seiner Nominierung auf der Oscar-Shortlist, nämlich 90,4 Prozent seiner Einspielergebnisse. Damit war er besser als der 2012 nominierte Film “Zero Dark Thirty”, der auf 90,2 Prozent kam.

Aber der finanzielle Erfolg nach der Nominierung wirkte sich nicht auf die Preisverleihung aus: Den Oscar für den besten Film erhielt der Streifen “Birdman” (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit).

Gegen den Strom

Unter den nominierten Filmen 2015 sticht “American Sniper” heraus: Nur Clint Eastwoods Streifen und das amerikanische Geschichtsdrama “Selma” (mit 63,4 Prozent) erzielten eien Großteil ihrer Einspielergebnisse nach der Oscar-Nominierung.

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“Birdman” (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit), “Boyhood”, “Grand Budapest Hotel” und “The Theory of Everything” (Die Entdeckung der Unendlichkeit) erzielten mehr als die Hälfte ihrer Einspielergebnisse vor der Nominierung.

Dabei klingelte die Abendkasse bei “Boyhood” (mit 96,1 Prozent) und “Grand Budapest Hotel” (mit 99,6 Prozent) fast nur vor der Nominierung.

Bringt ein Oscar auch Kassengold?

“Birdman” erzielte 4,21 Millionen Euros oder 10,8 Prozent seiner Gesamteinnahmen nach dem Oscar für den besten Film.
Interessanterweise liegt “Whiplash” mit 13,5 Prozent auf Platz eins der Einnahmen nach dem Oscargewinn.

Seit 2004 verdienten die meisten Gewinner des Oscars für den Besten Film mehr Geld vor dem Preis. Nur “The Artist” und “Million Dollar Baby” brachen diesen Trend.

Laut der Untersuchung “Was ist ein Oscar wert?” von Professor Randy A. Nelson et al. erhöhen Filme, die mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet werden, ihre Einnahmen durchschnittlich um 15,4 Millionen Euros.