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Toter Student: Wunden am ganzen Körper

Der Tod eines italienischen Studenten in Ägypten gibt weiterhin Rätsel auf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 28-Jährige einem

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Der Tod eines italienischen Studenten in Ägypten gibt weiterhin Rätsel auf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 28-Jährige einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA hatte zuvor mit Berufung auf einen Ermittler berichtet, es gebe kein Anzeichen für ein Verbrechen.

Die teils entkleidete Leiche des 28-jährigen Giulio Regeni war am Mittwoch in einem Vorort von Kairo in einem Straßengraben gefunden worden. Der Körper war übersät mit Wunden, vor allem im Gesicht und auf dem Rücken. Das könnte Medienberichten zufolge auf Folter schließen lassen.

Regeni arbeitete an einer Dissertation über die ägyptische Wirtschaft und veröffentlichte in einer italienischen Zeitung zudem unter einem Pseudonym Artikel über die ägyptische Opposition. Seit dem 25. Januar wurde der aus der ostitalienischen Provinz Udine stammende Mann vermisst. Er hatte sich seit September in Kairo aufgehalten.

“Die Hintergründe des Todes des Italieners sind bislang noch nicht bekannt, und das zieht zahlreiche Fragen und Möglichkeiten nach sich. Deshalb fordern die italienischen Behörden Kairo auf, eine gemeinsame Untersuchung einzuleiten, um die Umstände der Geschehnisse zu klären”, berichtet euronews-Reporter Mohammed Shaikhibrahim aus Kairo.