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Türkei: Militäreinsatz in Cizre beendet, doch weiter Ausgangssperre

In der Türkei hat Innenminister Efkan Ala die Militäroperationen gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK offiziell für beendet erklärt. Die

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Türkei: Militäreinsatz in Cizre beendet, doch weiter Ausgangssperre

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In der Türkei hat Innenminister Efkan Ala die Militäroperationen gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK offiziell für beendet erklärt. Die Erklärung des Ministers sollte offiziell als Erfolgsmeldung verstanden werden. Wörtlich sagt Efkan Ala. “Die Operationen gegen die Terrororganisation sind heute mit großem Erfolg beendet worden.”
Die Sicherheitskräfte hätten jetzt wieder die vollständige Kontrolle über die Stadt, in der Guerillakämpfer der PKK einen Aufstand eingeleitet hatten.

Doch die seit zwei Monaten geltende Ausgangssperre bleibt vorerst in Kraft. In der Erklärung ist auch die Rede davon, dass es wohl noch einige Tage dauern werde, bevor der Militäreinsatz in der Stadt in der Provinz Sirnak völlig beendet werden könne.

Offenbar waren die meisten Bewohner von Cizre in den vergangenen Wochen aus der Stadt geflohen,

Cizre war in den vergangenen Wochen auch für Journalisten und unabhängige Beobachter abgesperrt, so dass es schwierig war, darüber zu berichten, was sich vor Ort ereignet.
Offiziell gibt es keine Angaben zur Zahl der getöteten Zivilisten, doch mehrmals waren Unbeteiligte zwischen die Fronten geraten – darunter auch Kinder.

Menschenrechtsorganisationen sprechen von mehr als 200 Todesopfern unter den Zivilisten seit Beginn der Militäroperation gegen die PKK in den Kurdengebieten. Die türkische Armee spricht von mehr als 750 getöteten PKK-Terroristen und von 250 getöteten Soldaten.