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Die großen Oscar-Themen: Kampf um Freiheit und ums Überleben

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Die großen Oscar-Themen: Kampf um Freiheit und ums Überleben

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Acht Beiträge sind im Rennen um den Oscar für den besten Film, wir stellen Ihnen die Bewerber vor, diesmal vier starke Frauen- und Männergeschichten

Acht Beiträge sind im Rennen um den Oscar für den besten Film, wir stellen Ihnen die Bewerber vor, diesmal vier starke Frauen- und Männergeschichten: “The Revenant”, “The Martian”, “Brooklyn” und “Room”.

“The Revenant – Der Rückkehrer”

Beginnen wir mit dem diesjährigen Schwergewicht, “The Revenant – Der Rückkehrer”, mit insgesamt 12 Nominierungen und einem bärenstarken Hauptdarsteller, Leonardo DiCaprio. Kaum wiederzuerkennen ist er als bärtiger Trapper, der vom Grizzly angegriffen und von seinen Begleitern halb tot in den Wäldern zurückgelassen wird. Der physische Kraftakt könnte DiCaprio den lang ersehnten Oscar bescheren.

Alejandro González Iñárritu erzählt in grandiosen Bildern vom Überlebenskampf des Mannes, der sich durch eine wunderschöne, aber auch extrem brutale Wildnis schleppt. Iñárritu und sein Kameramann Emmanuel Lubezki sind nur ein Jahr nach “Birdman” wieder nominiert. Aber kann man den Oscar zweimal hintereinander gewinnen?

“Der Marsianer – Rettet Mark Watney”

Auch Matt Damon muss in Der Marsianer – Rettet Mark Watney ums Überleben kämpfen, als Astronaut, der bei einer Notevakuierung auf dem Planeten Mars zurückgelassen wird. Weltraumexperte Ridley Scott inszeniert einen Science-Fiction-Western, der dem Genre alle Ehre macht, aber leider auch in allzu routinierten Bahnen verläuft.

Damon, alias Mark Watney, der Weltraum-Cowboy, nimmt die Sache mit Humor, folgt seinem Forscherinstinkt, erzeugt Wasser, pflanzt selbst gedüngte Kartoffeln und stellt den Kontakt zur Erde wieder her. Es folgt ein rasanter Countdown bis zu seiner wundersamen Rettung, die die cleveren NASA-Ingenieure auf der Erde erst noch erfinden müssen.

Dafür gab es sieben Oscar Nominierungen, unter anderem für den besten Regisseur und den besten Hauptdarsteller. Der Stoff basiert auf der gleichnamigen Science-Fiction-Vorlage von Andy Weir.

“Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten”

Vom Schicksal einer jungen Irin, die in den fünfziger Jahren in den USA ihr Glück versucht, handelt das Auswanderungsdrama “Brooklyn” mit Saoirse Ronan. Klassisches Gefühlskino ganz nach Hollywoodgeschmack über das Streben nach Glück in der neuen Welt, die tristen Seiten des Immigrantenlebens werden jedoch weitgehend ausgespart.

Die junge Eilis lässt sich zunächst auf das neue Leben in Brooklyn und die Liebesbeziehung zum Italo-Amerikaner Tony ein. Doch dann muss sie zur Beerdigung ihrer Schwester nach Hause zurück, trifft einen netten Iren – und weiß nicht mehr, wo sie hingehört.

“Brooklyn” (basierend auf der Romanvorlage von Colm Tóibín) erinnert in weich gezeichneten, nostalgischen Bildern an das Leben der vielen irischen Einwanderer in New York, konzentriert sich aber letztlich vor allem auf die persönliche Entwicklung der Hauptfigur. Das Drehbuch lieferte der Brite Nick Hornby.

Der Film von John Crowley wurde für insgesamt drei Oscars nominiert (Bester Film, Beste Schauspielerin, Bestes adaptiertes Drehbuch). Hauptdarstellerin Saoirse Ronan ist der große Glanz des Films.

“Room – Raum”

“Room – Raum” ist der diesjährige Überraschungskandidat im Kreis der starbesetzten Hollywoodproduktionen. Das Entführungsdrama erzählt von einer jungen Frau, die jahrelang mit ihrem Sohn in einem Gartenschuppen eingesperrt und missbraucht wird. “Raum” ist ein erschütternder aber auch hoffnungsvoller Film, denn er erzählt die Geschichte einer Befreiung und der Rückkehr zum Leben.

In diesem beengten Raum wächst der kleine Jack heran, dem seine “Ma” mit großer Hingabe und liebevollen Erzählungen eine behütete Welt erschafft. Der Raum ist sein ganzes Universum, bis es den beiden gelingt, ihren Peiniger zu überlisten und zu fliehen. Für die junge Frau beginnt die lang ersehnte und doch schmerzhafte Rückkehr in ihr altes Leben. Für den fünfjährigen Jack eröffnet sich eine schier unfassbar große Welt.

Sowohl der junge Schauspieler Jacob Tremblay als auch die für den Oscar nominierte Hauptdarstellerin Brie Larson sind beeindruckend.

Der intensive und bewegende Film von Lenny Abrahamson (basierend auf dem Bestsellerroman von Emma Donoghue), ist in insgesamt vier Kategorien nominiert, unter anderem auch Bester Regisseur und Bestes adaptiertes Drehbuch.

Am 28. Februar werden die Oscars in Los Angeles verliehen, wir sind im Live-Ticker mit dabei. Alles, was Sie über die Kandidaten wissen wollen, erfahren Sie bei uns in Cinema und auf unserer Oscar-Sonderseite.

Unsere erste Oscar-Auslese ( “The Big Short”, “Bridge of Spies”, “Mad Max: Fury Road” und “Spotlight”) finden Sie hier.