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USA: Rücktrittsforderungen bei Anhörung zu Wasserskandal von Flint

Im Skandal um verseuchtes Wasser in der Stadt Flint im US-Bundesstaat Michigan haben sich Gouverneur Rick Snyder und die Leiterin der Umweltbehörde

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USA: Rücktrittsforderungen bei Anhörung zu Wasserskandal von Flint

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Im Skandal um verseuchtes Wasser in der Stadt Flint im US-Bundesstaat Michigan haben sich Gouverneur Rick Snyder und die Leiterin der Umweltbehörde, Gina McCarthy, vor dem Kongress verantworten müssen. Abgeordnete der Republikaner forderten den Rücktritt der von der Obama-Regierung unterstützten Behördenleiterin. Snyder wurde vor allem von demokratischen Abgeordneten scharf angegriffen. Rücktrittsforderungen wies der Republikaner zurück: “Ich sage ganz klar, dass die Behörden auf allen Ebenen versagt haben, auf lokaler, auf Staats- und Bundesebene. Wir haben die Familien von Flint im Stich gelassen. Jetzt geht es nicht um Politik oder Parteienstreitigkeiten. Ich werde niemanden beschuldigen oder Verantwortung abschieben. Jeder hat seinen Anteil daran, aber das wird der Bevölkerung von Flint nicht helfen.”

Meinung

Wir wollen bleifreies Wasser!

Mehr als 200 Bewohner der Stadt waren ebenfalls zur Anhörung nach Washington gereist. Sie hatten das verseuchte Wasser monatelang getrunken. Bei Blutproben von Kindern waren erhöhte Bleiwerte gemessen worden. Bernadel L. Jefferson, Priesterin aus Flint: “Wir können uns bleifreie Farbe kaufen. Wir können an der Tankstelle bleifreies Benzin kaufen. Aber aus unseren Wasserhähnen in Flint, Michigan, bekommen wir kein bleifreies Wasser. Wir wollen bleifreies Wasser!”

Auslöser des Skandals war eine Umstellung der Wasserversorgung in Flint. Aufgrund von Sparmaßnahmen bezog die verschuldete Stadt ihr Wasser von April 2014 bis September 2015 aus dem örtlichen Fluss. Dessen Wasser war nicht ausreichend behandelt worden und löste Blei aus den alten Leitungen.